In der Regel wird eine Gründüngungskultur für einen bestimmten Zeitraum angebaut, dann untergepflügt und in den Boden eingearbeitet. Gründüngung erfüllt in der Regel mehrere Funktionen, zu denen Bodenverbesserung und Bodenschutz gehören:
- Leguminöser Gründünger wie Klee enthält stickstofffixierende symbiotische Bakterien in Wurzelknöllchen, die den Luftstickstoff in einer für Pflanzen verwertbaren Form fixieren.
- Gründüngung erhöht den Anteil an organischer Substanz (Biomasse) im Boden und verbessert dadurch Wasserrückhaltevermögen, Belüftung und andere Bodeneigenschaften.
- Die Wurzelsysteme einiger Sorten von Gründüngung wachsen tief im Boden und bringen Nährstoffressourcen hervor, die für flachwurzelige Kulturen nicht verfügbar sind.
- Bei der Auswahl und dem Einsatz von Gründüngungsdüngern werden häufig auch die üblichen Funktionen der Unkrautunterdrückung und der Verhinderung von Bodenerosion und -verdichtung berücksichtigt.
- Einige Gründüngungskulturen bieten, wenn sie blühen dürfen, Futter für bestäubende Insekten.
Historisch gesehen kann die Praxis der Gründüngung auf den Brachezyklus der Fruchtfolge zurückgeführt werden, der genutzt wurde, damit sich die Böden erholen konnten.