Das Hardy-Weinberg-Gesetz wurde von einem englischen Mathematiker, G.H. Hardy, und einem deutschen Arzt, Wilhelm Weinberg, unabhängig voneinander entwickelt. Dieses Konzept ist auch als Hardy-Weinberg-Gleichgewicht, Hardy-Weinberg-Theorem oder Hardy-Weinberg-Prinzip bekannt. Manchmal steht der Name Weinberg an erster Stelle.

Das Gesetz ist eine Grundlage der Populationsgenetik, und es wird auch heute noch den Studenten beigebracht. Es besagt, dass die Proportionen der Allele aller Gene in jeder Population gleich bleiben, sofern sie nicht gestört (gestört) sind. Das gilt für alle Loci auf allen Chromosomen in der Population. Mögliche Störeinflüsse sind:

Genmutation

natürliche Auslese

♦ kleine Populationsgröße, bei der Zufallseffekte wie genetische Drift und Inzucht auftreten können. H/W-Populationen werden als unendlich groß angenommen.

♦ assortative Paarung statt zufälliger Paarung. Tatsächlich würde dies die Population in kleine Gruppen aufspalten, siehe Punkt oben.

Migration in die oder aus der untersuchten Bevölkerung.

Daraus folgt, dass jede systematische Veränderung der Häufigkeit von Allelen in einer Population auf die Wirkung einer oder mehrerer dieser Ursachen zurückzuführen sein muss. Natürlich sind, wie alle Aspekte der Mendelschen Vererbung, die erwarteten Anteile der Allele Wahrscheinlichkeiten. Aus diesem Grund wurden statistische Tests von Signifikanz, wie z.B. Standardfehler, entwickelt.

Obwohl alle Veränderungen auf Störungen zurückzuführen sein müssen, führen nicht alle Störungen zu Veränderungen. Der klassische Fall ist die ausgleichende Selektion, wie z.B. der Heterozygotenvorteil: "Heterosis: der Heterozygote an einem Locus ist fitter als jeder Homozygote". Ausgleichende Selektion führt zu einer Gleichgewichtspopulation mit Hardy-Weinberg-Proportionen