Die Heisenbergsche Unschärferelation ist eines der wichtigsten Ergebnisse der Physik des zwanzigsten Jahrhunderts. Sie bezieht sich auf Messungen von subatomaren Teilchen. Bestimmte Paare von Messungen, wie (a) wo sich ein Teilchen befindet und (b) wohin es sich bewegt (seine Position und sein Impuls), können nicht genau festgelegt werden. p96

Albert Einstein dachte, dass eine solche Quantentheorie uns nur eine teilweise Beschreibung der Natur geben könne. p99 Er dachte, dass Heisenbergs Entdeckung zeige, dass das menschliche Wissen begrenzt ist, aber er dachte auch, dass die Natur absolut ist. Das heißt, er dachte, dass es in der Natur keine "Ungewissheit" gibt, und dass die Ungewissheit nur in unserem Wissen über sie existiert. Viele andere Wissenschaftler sind jedoch anderer Meinung als Einstein.

Heisenbergs Idee ist, dass, wenn etwas wie ein Elektron mit einer bestimmten Geschwindigkeit und in eine bestimmte Richtung in einen großen Kasten geschossen würde, dann wäre es möglich, eine ziemlich genaue Vorstellung davon zu berechnen, wie sein Weg in der Zukunft aussehen würde. Würde die Kiste jedoch kleiner gemacht, dann hätten wir eine genauere Vorstellung davon, wo sie sich befindet, und deshalb müssten wir eine weniger genaue Vorstellung davon haben, wie sie sich fortbewegt. Der amerikanische Physiker Brian Greene gab die Analogie einer Motte, die in einem großen Schrank friedlich umherfliegt, aber in einem Glasgefäß hektisch hin und her und auf und ab fliegt. p114 Ein weiteres interessantes Unsicherheitsphänomen, das viele elektronische Geräte ermöglicht, heißt Quantentunnelung. In unserem täglichen Leben können sich Menschen nicht durch Wände bewegen. Elektronen können sich jedoch durch feste Wände hindurch bewegen. p115 In der Animation rechts sehen Sie einen schwachen weißen Hauch auf der rechten Seite der Wand, nachdem ein großer Hauch von links gegen die Wand geschlagen ist. Dieser schwache Lichtpunkt stellt das Photon oder ein anderes Atomteilchen dar, das die Wand durchtunnelt.