Honigtau ist ein flüssiger Zucker, den Blattläuse und einige Schildläuse produzieren, wenn sie Pflanzensaft fressen. Honigtau ist sehr klebrig.
Um Pflanzensaft zu fressen, schiebt das Blattlaus- oder Schildläuseinsekt seine Mundwerkzeuge in die Pflanze. Der Pflanzensaft steht im Inneren der Pflanze unter Druck. Der Druck im Inneren der Pflanze drückt den Pflanzensaft in das Insekt. Manchmal ist der Druck so groß, dass der Saft aus dem hinteren Teil des Insekts herausgedrückt wird. Auf diese Weise entsteht Honigtau. Der Honigtau fällt dann vom Insekt ab und bildet eine klebrige Schicht auf der Pflanze.
Honigtau auf Pflanzen kann rußigen Schimmel verursachen, der weiß ist und als Pulver auf der Pflanze erscheint.
Honigtau wird von einigen Insekten, wie z.B. einigen Wespen und Bienen, gesammelt. Einige Honigbienen machen aus Honigtau einen dunklen, kräftigen Honig, der als Honigtauhonig bezeichnet wird. Honigtauhonig ist in Teilen Europas und Asiens wertvoll, weil die Menschen glauben, dass er als Medizin verwendet werden kann.
Ameisen sammeln Honigtau von Blattläusen. Viele Ameisen ernten den Honigtau sogar direkt von den Blattläusen. Das hilft den Blattläusen, denn die Ameisen jagen Raubtiere, wie zum Beispiel Marienkäfer, von den Blattläusen weg.
