Die Fastenzeit ist in der christlichen Tradition ein Zeitraum von etwa sechs Wochen vor Ostern. Es ist eine Zeit, in der die Christen still und nachdenklich sein und sich auf Ostern vorbereiten sollen. Sie sollten viel beten, Geld für wohltätige Zwecke spenden und einige der Dinge aufgeben, die sie sonst zum Vergnügen tun würden. Die Fastenzeit endet mit Ostern, einer Zeit des großen Feierns, in der die Christen daran denken, wie Jesus am Kreuz gestorben und dann von den Toten wieder auferstanden ist.

Die Fastenzeit soll traditionell vierzig Tage lang sein. Das liegt daran, dass die Bibel sagt, dass Jesus vierzig Tage in der Wüste verbrachte und sich auf seinen Tod und seine Auferstehung vorbereitete.

Die Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch. In der katholischen Kirche endet sie mit der Neunten Stunde des Gründonnerstags (44 Tage). In der anglikanisch-katholischen Kirche endet die Fastenzeit am Karsamstag (46 Tage).

Die Kirchen in der byzantinischen Tradition (z.B. östlich-orthodoxe und östlich-katholische Kirchen) zählen die Fastentage unterschiedlich. Auch in der orientalisch-orthodoxen Kirche gibt es unterschiedliche lokale Traditionen.

Die Fastenzeit ist traditionell eine Zeit des Fastens (nicht viel essen). Diese Tradition war nützlich, weil es eine Zeit war, in der Lebensmittel, die für den Winter aufbewahrt worden waren, aufgegessen werden mussten, bevor sie schlecht wurden. Viele römische Katholiken essen freitags in der Fastenzeit kein anderes Fleisch als Fisch.

Das Wort "Fasten" stammt aus dem altenglischen lencten und bedeutet "Frühling" (die Jahreszeit).