Ihre Augen sind auf beweglichen Halmen montiert und bewegen sich ständig unabhängig voneinander. Sie gelten als die komplexesten Augen im Tierreich.
Die Fangschreckenkrebs hat so gute Augen, dass sie sowohl polarisiertes Licht als auch Farbensehen außerhalb des normalen visuellen Spektrums wahrnehmen kann.
Einige Arten haben mindestens 16 verschiedene Photorezeptortypen, 12 davon für die Farbanalyse in den verschiedenen Wellenlängen (darunter vier, die für ultraviolettes Licht empfindlich sind) und vier für die Analyse von polarisiertem Licht. Im Vergleich dazu hat der Mensch nur vier visuelle Pigmente, von denen drei für das Sehen von Farben bestimmt sind.
Funktion des Sehvermögens
Die Augen der Fangschreckenkrebse können verschiedene Arten von Korallen, Beutearten (die oft durchsichtig oder halbtransparent sind) oder Raubtiere wie Barrakudas mit schimmernden Schuppen erkennen.
Auch die Art und Weise der Jagd auf Fangschreckenkrebse (sehr schnelle Bewegungen der Krallen) kann sehr genaue Entfernungsangaben erfordern, was eine genaue Tiefenwahrnehmung voraussetzen würde.
Während der Paarungsrituale fluoreszieren die Fangschreckenkrebse aktiv, und die Wellenlänge dieser Fluoreszenz stimmt mit den Wellenlängen überein, die von ihren Augenpigmenten erkannt werden.
Weibchen sind nur während bestimmter Phasen des Gezeitenzyklus fruchtbar; die Fähigkeit, die Mondphase wahrzunehmen, kann daher helfen, vergebliche Paarungsbemühungen zu vermeiden. Sie kann den Fangschreckenkrebsen auch Informationen über die Größe der Gezeiten geben, was für Arten, die in flachem Wasser in Ufernähe leben, wichtig ist.