Nauru, (Englisch: /nɑːˈuːruː/ ( hören) nah-OO-roo) offiziell die Republik Nauru, ist ein souveräner Inselstaat im mikronesischen Südpazifik. Sein nächster Nachbar ist Banaba Island in der Republik Kiribati, 300 Kilometer (190 Meilen) östlich von Nauru. Nauru ist mit einer Fläche von nur 21 Quadratkilometern der kleinste Inselstaat der Welt, die kleinste unabhängige Republik und der einzige republikanische Staat der Welt ohne offizielle Hauptstadt. Mit 10.670 Einwohnern ist es nach Vatikanstadt und Tuvalu das drittgrößte Land der Welt mit der geringsten Bevölkerungszahl.
Sie verkauft Phosphat (eine Chemikalie) nach Australien. Englisch und Nauruan sind die offiziellen Sprachen von Nauru. Der derzeitige Präsident (Stand 2024) ist David Adeang.
Geographie und Natur
Nauru ist eine nahezu kreisrunde Koralleninsel mit einem schmalen bewohnbaren Küstenstreifen und einem erhöhten, stark abgebauten Zentralplateau. Die Inselfläche beträgt nur rund 21 km²; die höchste Erhebung liegt bei etwa 71 Metern über dem Meeresspiegel. Das Klima ist tropisch-marin, mit einer ausgeprägten Regen- und Trockenzeit und hohen Temperaturen sowie hoher Luftfeuchte das ganze Jahr über.
Kurze Geschichte
Nauru wurde ursprünglich von polynesischen und mikronesischen Völkern besiedelt. Im 19. Jahrhundert geriet die Insel unter europäischen Einfluss; sie war zeitweise deutsches Territorium, wurde während des Ersten Weltkriegs von australischen Truppen besetzt und anschließend als Mandatsgebiet bzw. Treuhandgebiet der Vereinten Nationen von Großbritannien, Australien und Neuseeland verwaltet. Die Entdeckung großer Phosphatvorkommen machte Nauru wirtschaftlich wichtig. Nauru erlangte seine Unabhängigkeit am 31. Januar 1968.
Wirtschaft
Historisch basierte die Wirtschaft fast ausschließlich auf dem Abbau von Phosphat, das vor allem als Dünger verwendet wird. Der Phosphatboom brachte zunächst großen Wohlstand, führte aber auch zu starker Umweltzerstörung: große Teile des Inselinneren sind durch den Tagebau unfruchtbar geworden. Nach Erschöpfung der reichsten Lagerstätten und Managementproblemen sanken die Einnahmen drastisch.
Heute versucht Nauru, die Wirtschaft zu diversifizieren: Einnahmen kommen aus Fischereilizenzen, begrenztem Tourismus, Transportdiensten und Dienstleistungen. Seit den 2000er-Jahren spielte die Insel außerdem eine Rolle in der Asyl- und Flüchtlingspolitik Australiens: Australien betreibt bzw. betrieb zeitweise Offshore-Verarbeitungszentren für Asylsuchende auf Nauru, was sowohl Einnahmen als auch politische Aufmerksamkeit brachte.
Politisches System
Nauru ist eine parlamentarische Republik mit einem Einkammerparlament (Parliament of Nauru) und einem Präsidenten, der vom Parlament gewählt wird und sowohl Staatsoberhaupt als auch Regierungschef ist. Obwohl Nauru keine offiziell festgelegte Hauptstadt hat, fungiert der Distrikt Yaren als de facto Regierungssitz: dort befinden sich das Parlament, einige Ministerien und wichtige Verwaltungsgebäude.
Bevölkerung, Sprache und Gesellschaft
Die Bevölkerung ist ethnisch überwiegend Nauruanisch, mit Minderheiten aus den Pazifikinseln, Asien und Europa. Offizielle Sprachen sind Englisch und Nauruan. Die meisten Einwohner sind Christen; kirchliche Gemeinschaften spielen im Alltagsleben eine wichtige Rolle.
Nauru hat mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen: Hohe Raten von Übergewicht und Typ-2-Diabetes gehören zu den größten Herausforderungen für das Gesundheitssystem. Die Regierung und internationale Partner arbeiten an Präventions- und Behandlungsprogrammen.
Infrastruktur und Alltag
Wichtige Fakten im Überblick:
- Fläche: ca. 21 km²
- Einwohnerzahl: etwa 10.670 (Schätzung; Zahlen schwanken leicht)
- Währung: Australi Dollar (AUD)
- Zeitzone: UTC+12
- Telefonvorwahl: +674
- Top-Level-Domain: .nr
Die Insel verfügt über einen internationalen Flughafen und wird hauptsächlich von Nauru Airlines (früher Air Nauru) angeflogen. Aufgrund der geringen Fläche sind die Wege kurz; die Besiedlung konzentriert sich auf den Küstenstreifen, während das zentrale Plateau größtenteils vom Abbau geprägt ist.
Herausforderungen und Perspektiven
Nauru steht vor mehreren langfristigen Herausforderungen: die ökologische Wiederherstellung des abgebauten Landes, wirtschaftliche Diversifizierung, Gesundheitsvorsorge und die Bewältigung der Folgen begrenzter natürlicher Ressourcen. Gleichzeitig bieten internationale Zusammenarbeit, Fischereilizenzen und gezielte Investitionen Chancen für eine stabilere Zukunft.
Für weiterführende Informationen zu einzelnen Aspekten (Geschichte, Wirtschaft, Klima) können spezialisierte Quellen oder offizielle Regierungsseiten konsultiert werden.


