"Nigger im Weißen Haus" war ein rassistisches Gedicht, das zwischen 1901 und 1903 erstmals in vielen amerikanischen Zeitungen erschien. Der Autor schrieb es, weil ihm Booker T. Washington, ein afroamerikanischer politischer Führer, Lehrer und Autor, der an einem Abendessen im Weißen Haus teilnahm, nicht gefiel. Washington war von Präsident Theodore Roosevelt, der weiß war, eingeladen worden. Viele Jahre später, 1929, erschien das Gedicht erneut. Dies geschah, nachdem die Frau des afroamerikanischen Kongressabgeordneten Oscar DePriest zu einem Tee für Kongressfrauen im Weißen Haus gegangen war. Sie war von First Lady Lou Hoover eingeladen worden. Vielen Weißen, vor allem im Süden der Vereinigten Staaten, gefielen beide Besuche nicht. Sie vertraten damals die Meinung, dass Afroamerikaner nicht in Regierungsangelegenheiten einbezogen werden sollten.

Das Gedicht hat vierzehn Strophen. Jede Strophe hat vier Zeilen. Die zweite und vierte Zeile jeder Strophe reimt sich. Das schlechte Wort "Nigger" kommt im Gedicht häufig vor. Niemand weiß, wer es geschrieben hat.