Ein Redner ist jemand, der sich in der Öffentlichkeit für einen Fall einsetzt. Ursprünglich bedeutete dies, an einem öffentlichen Ort für oder gegen eine Person oder einen Vorschlag zu sprechen. Im Altgriechischen, Lateinischen, Französischen und Englischen sprach ein Redner vor Gericht für und gegen den Angeklagten und für oder gegen große politische Entscheidungen, z.B. ob er in den Krieg ziehen sollte. Nach und nach wurde damit jemand gemeint, der bei formellen Anlässen öffentlich sprach.
Oratorik oder Rhetorik ist die Fähigkeit der Argumentation oder Überzeugungskraft, die von Rednern eingesetzt wird. Die Erfindung des Buchdrucks ermöglichte es, Bücher zu vervielfältigen und kostengünstig herzustellen. Dies hat es den Rednern ermöglicht, ihre Überzeugungsarbeit nicht nur in der Rede, sondern auch im Druck zu leisten. Adolf Hitler und Winston Churchill sind gute Beispiele dafür, wie Redner im 20. Jahrhundert Medien wie Radio und Film nutzten, wo sie früher nur die Sprache verwenden konnten. Beide schrieben Bücher, die sich in großer Zahl verkauften, obwohl es in Churchills Büchern um mehr als nur Politik ging. Heute spielen Fernsehen und Zeitungen eine wichtige Rolle bei der Entscheidung über Wahlen; das Internet weniger.
Andere Arten von Rednern sind diejenigen, die ihre Überzeugungen ändern wollen. Religiöse Prediger wie Martin Luther und John Knox veränderten die Religion in Westeuropa; William Wilberforce und Sojourner Truth führten den Kampf gegen das Übel der Sklaverei an. Emmeline Pankhurst, Martin Luther King Jr. und andere kämpften für gleiche Rechte für alle Bürger.
Wir haben heute genauso viele Redner wie die alten Griechen. Der Hauptunterschied besteht darin, dass die Griechen sie von Angesicht zu Angesicht sehen und ihnen zuhören konnten, aber das tun wir heute selten.