In der griechischen Mythologie war Pandora die erste sterbliche Frau. Nach Hesiod half jeder Gott, sie zu erschaffen, indem er ihr einzigartige Gaben gab. Zeus befahl Hephaistos, sie aus der Erde zu formen. Dies war Teil der Strafe der Menschheit, weil Prometheus das Geheimnis des Feuers gestohlen hatte. Alle Götter halfen ihr, indem sie ihr verführerische Gaben gaben. Man fand einen anderen Namen für sie: Anesidora, diejenige, die Geschenke schickt. Dieser Name wurde gegen ihre Figur auf einer weißgrundigen Kylix im Britischen Museum eingraviert gefunden.

Dem Mythos zufolge öffnete Pandora einen Krug (Pithos) und befreite alle Übel der Menschheit. Mit Ausnahme von Seuchen und Krankheiten spezifiziert Hesiod die Übel nicht im Detail. Als Pandora den Krug wieder schloss, war nur noch die Hoffnung darin. Das Wort "Pithos" ist falsch übersetzt worden, was zur Idee der "Büchse der Pandora" geführt haben könnte. Pandora öffnete die Büchse der Pandora, weil sie neugierig war, was sich darin befand, und nicht aus Böswilligkeit.

Der Mythos der Pandora ist uralt, und es gibt mehrere verschiedene griechische Versionen. Er wurde auf unterschiedliche Weise interpretiert. In den literarischen Fassungen ist der Mythos eine Art Theodizee, er befasst sich mit der Frage, warum es Böses in der Welt gibt. Die älteste Versiion ist die von Hesiod, der sie im 7. Jahrhundert v. Chr. schrieb. Er erwähnt sie kurz in seiner Theogonie, in Zeile 570, nennt aber nicht Pandora. In seinen Werken und Tagen gibt er die älteste bekannte literarische Version der Geschichte wieder. Es gibt eine ältere Geschichte, die besagt, dass Urnen und Krüge Segen und Übel enthalten können, die in Homers Ilias erzählt wird:

Die Unsterblichen kennen keine Fürsorge, doch das Los, das sie für die Menschen spinnen, ist voller Trauer; auf dem Boden des Palastes des Zeus stehen zwei Urnen, die eine gefüllt mit bösen Gaben, die andere mit guten. Derjenige, für den Zeus, der Herr des Donners, die Geschenke mischt, die er sendet, wird jetzt gutes und jetzt böses Glück erfahren; aber derjenige, dem Zeus nichts als böse Geschenke sendet, wird mit dem Finger des Hohnes angedeutet werden, die Hand des Hungers wird ihn bis an die Enden der Welt verfolgen, und er wird auf dem Antlitz der Erde auf und ab gehen und weder von Göttern noch von Menschen geachtet werden.