Der am 3. Februar 1913 ratifizierte Sechzehnte Zusatzartikel (Amendment XVI) zur Verfassung der Vereinigten Staaten erlaubt es dem Kongress, eine Bundeseinkommenssteuer zu erheben. Dies erlaubt es der Bundesregierung, eine Steuer auf persönliches Einkommen zu erheben, unabhängig davon, woher dieses Einkommen stammt. Der sechzehnte Zusatzartikel hob die bahnbrechende Entscheidung des Obersten Gerichtshofs von 1895 in der Rechtssache Pollock gegen Farmers' Loan & Trust Co. auf. In der Rechtssache Pollock entschied das Gericht, dass eine 2-prozentige Steuer auf Einkommen über 4.000 Dollar verfassungswidrig sei. Da das Gesetz, das durch das Urteil aufgehoben wurde, eine Aufteilung nicht zuließ, entschied das Gericht dagegen. Der sechzehnte Zusatzartikel erlaubte es dem Kongress, eine einheitliche direkte Einkommenssteuer zu erheben, ohne dass diese umgelegt werden musste.