Die Blues Brothers (Elwood Blues und Joliet "Jake" Blues) sind fiktive Charaktere, die durch die Fernsehsendung Saturday Night Live bekannt wurden.
Elwood Blues wurde erstmals von Dan Aykroyd in seiner Radiosendung über Bluesmusik gespielt. Jake Blues wurde von John Belushi gespielt.
1980 spielten Aykroyd und Belushi die Hauptrolle in dem Film The Blues Brothers und spielten wieder die gleichen Figuren aus dem Fernsehen. Leider starb Belushi nur zwei Jahre später an einer Überdosis Drogen. In einer Fortsetzung mit dem Titel Blues Brothers 2000 (1998) spielte John Goodman die Hauptrolle als neuer Partner von Dan Aykroyd, aber er war nicht so erfolgreich wie der erste Film.
Beide Filme wurden von Universal Pictures gedreht.
Herkunft und Figuren
Die Figur der Blues Brothers entstand in den späten 1970er Jahren als Comedy- und Musiksketch für Saturday Night Live. Charakteristisch sind das einheitliche Erscheinungsbild – schwarzer Anzug, Hut und Sonnenbrille – sowie der Humor, der mit echter musikalischer Leidenschaft verbunden ist. Elwood (Aykroyd) gilt als ruhiger, leicht exzentrischer Fan klassischer Blues‑ und Soulmusik; Jake (Belushi) ist impulsiver und energischer. Ihr Markenzeichen im Film ist die oft zitierte Aussage „We're on a mission from God.“
Musik, Band und Auftritte
Hinter den Figuren stand von Anfang an echte Musik: Die Blues Brothers traten nicht nur als Comedy‑Act auf, sondern veröffentlichten auch Platten und gingen auf Tour. Das Live‑Album Briefcase Full of Blues (1978) mit Belushi und Aykroyd erreichte großes Interesse und kommerziellen Erfolg. Für Bühne und Film arbeiteten sie mit namhaften Studiomusikern zusammen – darunter unter anderem Steve Cropper, Donald „Duck“ Dunn und Matt „Guitar“ Murphy sowie ein starkes Bläserensemble – die den Sound authentisch machten.
Im Film The Blues Brothers sind zahlreiche echte Soul‑ und Blues‑Legenden sowie prominente Musiker in Gastauftritten zu sehen bzw. zu hören; die Filmmusik verbindet die Performances der Protagonisten mit Beiträgen von gefeierten Künstlern. Typisch sind energiegeladene Liveszenen, große Auftritte und eine Reihe von Tanz‑ und Musiknummern, die den Film zu einem musikalischen Erlebnis machen.
Der Film 1980 und seine Merkmale
The Blues Brothers (1980), inszeniert von John Landis, erzählt die Geschichte zweier Brüder, die ihre alte Band wieder zusammentrommeln, um Geld für das Waisenhaus zu beschaffen, in dem sie aufgewachsen sind. Der Film mischt Slapstick, rasante Verfolgungsjagden und zahlreiche Zerstörungsszenen mit einer liebevollen Hommage an Blues, R&B und Soul. Besonders bekannt sind die spektakulären Auto‑Stunts (u. a. die „Bluesmobile“) und die großen Ensemble‑Auftritte, die dem Film seinen Kultstatus verliehen.
Fortsetzung, Schicksal und Nachwirkung
Der plötzliche Tod von John Belushi 1982 beendete die ursprüngliche Besetzung und machte eine unmittelbare Fortsetzung unmöglich. Jahrzehntelang blieb das Original ein Kultfilm, dessen Ruf durch häufige Fernsehwiederholungen, Soundtrack‑Verkäufe und Tribute‑Konzerte gewachsen ist. Die 1998 erschienene Fortsetzung Blues Brothers 2000 brachte Dan Aykroyd zurück und ergänzte die Besetzung durch neue Darsteller wie John Goodman, konnte aber an den Erfolg und die kulturelle Wirkung des Originals nicht vollständig anknüpfen.
Kultureller Einfluss
Die Blues Brothers haben über die Jahre weit über die Fernsehsketches hinausgehende Wirkung gezeigt: Sie trugen zur Wiederentdeckung und Popularisierung von Blues, Soul und R&B bei, führten viele Zuschauer an Klassiker dieser Genres heran und inspirierten Tribute‑Bands, Theaterinszenierungen und Revival‑Konzerte. Stil und Zitat‑kultur (z. B. das „Mission from God“) sind bis heute Bestandteil der Popkultur.
Zusammenfassend sind die Blues Brothers ein einzigartiges Zusammenspiel von Comedy und Musik: fiktive Figuren mit echter musikalischer Substanz, die durch Film, Tonträger und Bühnenauftritte bleibenden Eindruck hinterlassen haben.
