WrestleMania XXIV war das vierundzwanzigste WrestleMania-Pay-per-View-Event der World Wrestling Entertainment (WWE). Es fand am 30. März 2008 in der Citrus Bowl in Orlando, Florida, statt. Es war das erste WrestleMania, das im Bundesstaat Florida stattfand, und das zweite WrestleMania, das vollständig im Freien ausgetragen wurde (das erste war WrestleMania IX). Die offiziellen Titelsongs waren "Light It Up" von Rev Theory und "Snow ((Hey Oh))" von den Red Hot Chili Peppers. Der Slogan lautete "The Biggest WrestleMania Under the Sun" (Das größte WrestleMania unter der Sonne).

Der offizielle Vorverkauf begann am 3. November 2007. WrestleMania XXIV brach im zweiten Jahr in Folge den Rekord als umsatzstärkstes Pay-per-View-Event in der WWE-Geschichte sowie den Einnahmenrekord für die Citrus Bowl: Die Bruttoeinnahmen aus dem Ticketverkauf beliefen sich auf rund 5,85 Millionen US-Dollar. Die Veranstaltung zog laut Angaben der Veranstalter etwa 74.635 Zuschauer an, die aus einundzwanzig Ländern, allen fünfzig US-Bundesstaaten und fünf kanadischen Provinzen angereist waren. Der Besuch sorgte für einen geschätzten wirtschaftlichen Nutzen von rund 30 Millionen Dollar für die Region; lokale Stellen stellten zudem eine große Zahl kurzzeitiger Arbeitsplätze und etwa 60.000 zusätzliche Besucher in der Stadt fest. WWE und die Stadt Orlando organisierten ein fünftägiges Rahmenprogramm mit Fan-Events und medialen Aktionen in Zentralflorida, um die WrestleMania-Woche zu begleiten.

Format, Marken und Bedeutung

WrestleMania XXIV war eine gemeinsame Pay-per-View-Veranstaltung mit Darstellern der Marken Raw, SmackDown und ECW. Das Event kombinierte große Titelkämpfe, ein prominentes Hollywood-Crossover und emotional aufgeladene Matches mit langjährigen Storylines. Insgesamt wurde die Show wegen der großen Kulisse, der hohen Einnahmen und mehrerer erinnerungswürdiger Momente (wie der vermeintlichen Abschiedsfeier für eine Legende) als eines der prägenden WrestleManias der späten 2000er Jahre bewertet.

Matchkarte und Ergebnisse (Auswahl)

  • Randy Orton (c) besiegte Triple H und John Cena im Triple Threat-Match und behielt damit die WWE-Meisterschaft.
  • The Undertaker besiegte Edge und gewann die Weltmeisterschaft im Schwergewicht. Der Sieg erfolgte per Aufgabe, nachdem der Undertaker Edge mit einem Gogoplata-/Hell's Gate–Submission zur Aufgabe zwang; damit setzte der Undertaker seine WrestleMania-Bilanz fort (nun 16–0).
  • Kane besiegte Chavo Guerrero und gewann die ECW-Meisterschaft nach einem Chokeslam und Pinfall.
  • Floyd Mayweather Jr. besiegte The Big Show in einem No-Disqualification-Match; der prominente Auftritt des Boxers war eines der medial viel beachteten Crossover-Elemente des Abends.
  • Das interpromotionalen Money-in-the-Bank-Leiter-Match gewann CM Punk, wodurch er das Recht erhielt, zu einem späteren Zeitpunkt einen Titelkampf zu erzwingen (Money-in-the-Bank‑Briefcase).
  • Shawn Michaels besiegte Ric Flair in einem emotional geladenen Match, das im Anschluss an das Ergebnis mit einer inszenierten "Abschieds"-Szene endete; dies war ein zentrales, retrospektiv bedeutsames Moment für die Karriere von Flair.

Besondere Momente und Nachwirkungen

  • Der Erfolg in Einnahmen und Zuschauerzahlen bestätigte WrestleMania weiterhin als das Aushängeschild der WWE-Events und verstärkte Orlandos Ruf als Austragungsort für Großereignisse.
  • Das Match zwischen Shawn Michaels und Ric Flair wurde breit diskutiert: Die Darstellung eines scheinbaren Karriereendes für Ric Flair war eines der emotionalsten Segmente des Abends und wurde intensiv in Medien und unter Fans besprochen.
  • Der Auftritt von Floyd Mayweather Jr. als prominenter Gastakteur zog weitere Aufmerksamkeit aus dem Mainstream-Medienbereich auf sich und demonstrierte die Fähigkeit der WWE, Zuschauer über das Kerngeschäft hinaus anzusprechen.
  • Viele Matches und Höhepunkte der Show erschienen später auf DVD/Blu-ray und in WWE‑On‑Demand-Programmen, womit WrestleMania XXIV auch kommerziell über den Veranstaltungstag hinaus wirksam war.

Insgesamt gilt WrestleMania XXIV als eines der finanziell erfolgreichsten und inhaltlich vielseitigsten WrestleManias der WWE-Geschichte: starke Karten, prominente Gäste und mehrere Matchausgänge mit langfristiger Wirkung auf Storylines und Titelverläufe prägten die folgenden Monate der Shows.