1814 waren Truppen der Quadrupelallianz (Preußen, Russland, Österreich und Großbritannien) nach Frankreich eingezogen, und Napoleon hatte den Krieg verloren. Für das nächste Jahr trafen sich Diplomaten aus ganz Europa auf dem Wiener Kongress, um zu entscheiden, wie es nun nach Napoleons Tod weitergehen sollte. Metternich glaubte, dass der beste Weg, Europa friedlich zu erhalten, darin bestehe, ein Gleichgewicht der Kräfte zu schaffen, was bedeutet, dass kein Land stark genug ist, um alle anderen Länder zu schlagen. Um dies zu gewährleisten, machte er einige Länder stärker, so dass andere Länder (vor allem Frankreich) zweimal darüber nachdenken mussten, ob sie in den Krieg ziehen wollten. Einige dieser Veränderungen waren, dass er Belgien und Luxemburg zu den Niederlanden hinzufügte, dass er über 300 kleine Länder Deutschlands zu einer Gruppe größerer Länder zusammenfasste und dass er einige Länder in dem, was wir heute Italien nennen, zusammenfasste.
Nach dieser neuen Ordnung hat Metternich auch viel dafür getan, dass dies so bleibt. So sprach er zum Beispiel Alexander I. von Russland davon ab, Truppen nach Griechenland zu entsenden. Alexander wollte Truppen zum Schutz der orthodoxen Christen dorthin schicken, die im griechischen Unabhängigkeitskrieg gegen das muslimische Osmanische Reich kämpften. Das Osmanische Reich war zu diesem Zeitpunkt schwach, und Alexander würde höchstwahrscheinlich gewinnen. Metternich befürchtete, dass bei einem Angriff Russlands das Osmanische Reich zerfallen würde und alle mächtigen Länder Europas anfangen würden, um ihr Land zu kämpfen. Dies würde Metternichs Gleichgewicht stören und einen sehr großen Krieg auslösen. Außerdem befürchtete er, dass Russland zu groß und zu mächtig werden könnte. So überzeugte Metternich den Zaren, dass das Osmanische Reich, wenn er jetzt angreifen würde, zerfallen würde, bevor der Zar bereit wäre, es für sich zu erobern, und dass Großbritannien und Frankreich das meiste davon bekommen würden. Alexander willigte ein, dabei zu helfen, das Osmanische Reich am Leben zu erhalten, so dass Russland eines Tages alles übernehmen könne.
Metternich bewahrte lange Zeit den Frieden in Europa. Aber es gab immer noch einige Aufstände in Europa, und schließlich kam es 1848 zu einer Reihe von Aufständen zur gleichen Zeit. Einer davon war in Österreich, und die Aufständischen ließen Metternich aus dem Amt entfernen. Nachdem er nicht mehr im Amt war, gelang es Otto von Bismarck in Preußen, zu mächtig zu werden, und er übernahm den Deutschen Bund und machte ein großes deutsches Land, das heute noch existiert. Ein großes Deutschland zu haben, brachte Metternichs Gleichgewicht jedoch durcheinander und trug dazu bei, den Ersten Weltkrieg auszulösen.