All I Ever Wanted ist das vierte Studioalbum der amerikanischen Pop-Rock-Sängerin und Liedermacherin Kelly Clarkson. Es wurde in mehreren Ländern im März 2009 veröffentlicht: am 6. März 2009 in Australien und Deutschland, am 9. März 2009 im Vereinigten Königreich und in Neuseeland, am 10. März 2009 in Kanada, Mexiko und den Vereinigten Staaten. und am 13. März 2009 in Italien. Das Album debütierte auf Platz 1 der Billboard 200 und war damit Clarksons zweites nicht‑konsekutives Nummer‑Eins‑Album.

Veröffentlichung, Stil und Entstehung

Ursprünglich war der Arbeitstitel Masquerade vorgesehen, doch Clarkson entschied sich zugunsten von All I Ever Wanted um. Sie begründete den Wechsel damit, dass zu jener Zeit bereits Alben mit ähnlicher Thematik in den Charts vertreten waren, etwa P!nk's Funhouse und Britney Spears' Circus. Musikalisch bewegt sich das Album stärker in Richtung eingängiger Pop‑ und Pop‑Rock‑Produktionen mit Dance‑Pop‑Elementen als manche ihrer zuvor veröffentlichen Werke. Die Songs thematisieren Beziehungen, Selbstbewusstsein und persönliche Reflexionen; Clarkson schrieb an mehreren Stücken mit und arbeitete mit bekannten Popproduzenten zusammen.

Produktion und Mitwirkende

Für All I Ever Wanted arbeitete Clarkson mit einer Reihe namhafter Produzenten zusammen, darunter unter anderem Dr. Luke, Max Martin und Ryan Tedder. Diese Zusammenarbeit trug zu einem moderneren, radiofreundlichen Sound bei, der auf starke Hooks und produzierte Arrangements setzt, dabei aber Clarksons markante Stimme in den Vordergrund stellt.

Singles und Promotion

  • "My Life Would Suck Without You" – Lead‑Single, die international hohe Chartpositionen erreichte und auf der Billboard Hot 100 besonders auffiel.
  • "I Do Not Hook Up" – zweite Single, die den pop‑rockigen Charakter des Albums weiterführte.
  • "Already Gone" – dritte Single, die wegen einer auffälligen stilistischen Nähe zu einem anderen zeitgenössischen Pop‑Hit Aufmerksamkeit erregte (siehe Abschnitt Kritik und Kontroversen).

Clarkson bewarb das Album intensiv mit Fernsehauftritten, Radiointerviews und Live‑Shows und unternahm 2009 eine eigene Headliner‑Tour, um die neuen Songs auch live vorzustellen.

Kritik und Kontroversen

Die kritische Resonanz auf All I Ever Wanted war insgesamt gemischt bis positiv. Viele Rezensenten lobten Clarksons Stimme, die starken Melodien und die radiotauglichen Songs. Kritik gab es vereinzelt an der Produktion, die manchen Stücken einen sehr polierten, kommerziellen Klang verlieh. Besonders Aufmerksamkeit erhielt die Single Already Gone, die wegen ihrer Ähnlichkeit zu einem anderen populären Song von Beyoncé (produziert von Ryan Tedder) Diskussionen über Ähnlichkeiten in Arrangement und Produktion auslöste.

Erfolge, Verkäufe und Auszeichnungen

All I Ever Wanted verkaufte sich in den USA insgesamt rund 828.000 Mal. In mehreren Ländern erhielt das Album Zertifizierungen: es wurde in Australien, Kanada und dem Vereinigten Königreich mit Gold ausgezeichnet. Das Album wurde außerdem bei den 52. Grammy Awards in der Kategorie Bestes Pop‑Gesangsalbum (Best Pop Vocal Album) nominiert.

Rezeption und Bedeutung

Das Album festigte Kelly Clarksons Stellung als eine der führenden Pop‑Rock‑Künstlerinnen ihrer Generation: Es kombinierte eingängige Pop‑Hooks mit emotionaler Stimme und zeigte ihre Fähigkeit, sowohl kommerzielle Singles als auch persönlichere Songs zu liefern. Trotz einiger Kritikpunkte und Diskussionen um Produktionsfragen gilt All I Ever Wanted als wichtiger Meilenstein in ihrer Diskografie und trug zur weiteren internationalen Bekanntheit der Künstlerin bei.