In der Physik ist ein Elementar- oder Elementarteilchen ein Teilchen, das nicht aus anderen Teilchen besteht.

Ein Elementarteilchen kann eine von zwei Gruppen sein: ein Fermion oder ein Boson. Fermionen sind die Bausteine der Materie und haben Masse, während sich Bosonen als Kraftträger für Fermionen-Wechselwirkungen verhalten und einige von ihnen keine Masse haben. Das Standardmodell ist die am meisten akzeptierte Methode, um zu erklären, wie sich Teilchen verhalten und welche Kräfte auf sie wirken. Nach diesem Modell werden die Elementarteilchen weiter in Quarks, Leptonen und Eichbosonen gruppiert, wobei das Higgs-Boson einen besonderen Status als Nicht-Eichboson hat.

Von den Teilchen, aus denen ein Atom besteht, ist nur das Elektron ein Elementarteilchen. Protonen und Neutronen bestehen jeweils aus 3 Quarks, was sie zu Verbundteilchen macht, also zu Teilchen, die aus anderen Teilchen bestehen. Die Quarks sind durch die Gluonen miteinander verbunden. Der Kern hat Boson-Pion-Felder, die für die starke Kernkraft verantwortlich sind, die Protonen und Neutronen gegen die elektrostatische Abstoßung zwischen den Protonen bindet. Solche virtuellen Pionen bestehen aus Quark-Antiquark-Paaren, die wiederum durch Gluonen zusammengehalten werden.

Es gibt drei grundlegende Eigenschaften, die ein Elementarteilchen beschreiben: 'Masse', 'Ladung' und 'Spin'. Jeder Eigenschaft ist ein Zahlenwert zugeordnet. Für Masse und Ladung kann die Zahl Null sein. Zum Beispiel hat ein Photon eine Masse von Null und ein Neutrino eine Ladung von Null. Diese Eigenschaften bleiben für ein Elementarteilchen immer gleich.

  • Messe: Ein Teilchen hat Masse, wenn es Energie benötigt, um seine Geschwindigkeit zu erhöhen oder es zu beschleunigen. Die nebenstehende Tabelle gibt die Masse jedes Elementarteilchens an. Die Werte sind in MeV/c2s angegeben (d.h. ausgeprägt in Megaelektronenvolt zum Quadrat von "c"), d.h. in Einheiten von Energie zum Quadrat der Speziellen Relativitätstheorie, die besagt, dass die Energie gleich der Masse mal dem Quadrat der Lichtgeschwindigkeit ist. Alle Teilchen mit Masse erzeugen Gravitation. Alle Teilchen werden von der Schwerkraft beeinflusst, auch Teilchen ohne Masse wie das Photon (siehe Allgemeine Relativitätstheorie).
  • Elektrische Ladung: Partikel können eine positive Ladung haben, oder eine negative, oder keine. Wenn ein Teilchen eine negative Ladung und ein anderes Teilchen eine positive Ladung hat, werden die beiden Teilchen voneinander angezogen. Wenn die beiden Teilchen beide eine negative Ladung oder beide eine positive Ladung haben, werden die beiden Teilchen auseinander geschoben. Bei kurzen Entfernungen ist diese Kraft viel stärker als die Schwerkraft, die alle Teilchen zusammenzieht. Ein Elektron hat die Ladung -1, ein Proton die Ladung +1. Ein Neutron hat eine durchschnittliche Ladung 0. Normale Quarks haben eine Ladung von ⅔ oder -⅓.
  • Spin: Der Drehimpuls oder die konstante Drehung eines Teilchens hat einen bestimmten Wert, der als Spinzahl bezeichnet wird. Der Spin für Elementarteilchen ist eins oder ½. Die Spineigenschaft von Teilchen bezeichnet nur das Vorhandensein eines Drehimpulses. In Wirklichkeit drehen sich die Teilchen nicht.

Masse und Ladung sind Eigenschaften, die wir im täglichen Leben sehen, denn Schwerkraft und Elektrizität beeinflussen Dinge, die Menschen sehen und berühren. Aber der Spin wirkt sich nur auf die Welt der subatomaren Teilchen aus, so dass er nicht direkt beobachtet werden kann.

Ergänzende Erklärungen und Korrekturen

Hinweis zur Schreibweise: Im obenstehenden Listenpunkt steht innerhalb des Links fälschlich "Messe". Korrekt heißt es Masse.

Eine kurze, übersichtliche Einordnung der Elementarteilchen im Standardmodell:

  • Fermionen (Bausteine der Materie): drei Generationen mit je einem Paar Quarks und einem Paar Leptonen. - Quarks: up (u), down (d), charm (c), strange (s), top (t), bottom (b). Sie tragen zusätzlich zur elektrischen Ladung die sogenannte Farb-/Farbladung, die zur starken Wechselwirkung führt; deshalb sind Einzelquarks nicht frei beobachtbar (Konfinement).
  • Leptonen: Elektron (e), Myon (μ), Tau (τ) und die drei zugehörigen Neutrinos (νe, νμ, ντ). Neutrinos sind elektrisch neutral und sehr leicht; ihre beobachteten Oszillationen zeigen, dass sie eine kleine, aber nicht verschwindende Masse besitzen.
  • Eichbosonen (Kraftträger): Photon (elektromagnetische Wechselwirkung), Gluonen (starke Wechselwirkung), W+/W− und Z (schwache Wechselwirkung). Diese Bosonen haben ganzzahligen Spin (meist 1).
  • Higgs-Boson: ein skalares Teilchen mit Spin 0; das Higgsfeld erklärt, wie einige Teilchen ihre effektive Masse erhalten (Higgs-Mechanismus).

Genauere Hinweise zu den Eigenschaften

Masse: In der Teilchenphysik wird Masse oft in Energieeinheiten angegeben, z. B. MeV/c2s (gemeint ist MeV/c²). Nach der speziellen Relativitätstheorie gilt E = mc², daher ist Masse eine Form von Energie. Bei Elementarteilchen unterscheidet man die sogenannte Ruhmasse; einige Bosonen (Photon, Gluon) haben in der Theorie Ruhmasse null, andere (W, Z, Higgs, Fermionen) besitzen eine von Null verschiedene Masse.

Elektrische Ladung: Sie ist quantisiert (in Einheiten der Elementarladung); Quarks tragen Bruchteile (±1/3, ±2/3). Ladungen bestimmen die Stärke und Richtung elektromagnetischer Wechselwirkungen. Zusätzlich existiert die Farbladung für die starke Wechselwirkung und die schwache Ladung für die schwache Wechselwirkung.

Spin: Der Spin ist eine quantenmechanische Eigenschaft, die angibt, ob ein Teilchen Fermion (halbzahligen Spin, z. B. 1/2) oder Boson (ganzzahligen Spin, z. B. 0, 1, 2) ist. Die Aussage im ursprünglichen Text, Spin sei "eins oder ½", ist zu einschränkend: Elementarteilchen können Spin 0 (Higgs), 1/2 (Elektron, Quarks, Neutrinos), 1 (Photon, Gluon, W, Z) oder hypothetisch auch 2 (Graviton) haben. Spin führt zu fundamentalen Konsequenzen wie dem Pauli-Prinzip für Fermionen (keine zwei Fermionen können denselben Quantenzustand einnehmen).

Weitere wichtige Punkte

  • Antiteilchen: Zu jedem geladenen (und sehr oft auch ungeladenen) Teilchen existiert ein Antiteilchen mit entgegengesetzter Ladung; Zusammenführungen können in Annihilation und Energieumwandlung enden.
  • Wechselwirkungen: Das Standardmodell beschreibt drei fundamentale Wechselwirkungen (stark, elektrisch, schwach). Die Gravitation wird durch die Allgemeine Relativitätstheorie beschrieben und ist bisher nicht in das Standardmodell integriert.
  • Experimentelle Bestätigung: Viele der Teilchen und Prozesse des Standardmodells wurden in Beschleunigern wie dem LHC nachgewiesen (z. B. das Higgs-Boson), doch es bleiben offene Fragen (Dunkle Materie, Ursprung der Neutrinomassen, Materie-Antimaterie-Asymmetrie).
  • Skalen und Einheiten: Teilchenmassen und Wechselwirkungsstärken werden oft in Elektronenvolt (eV), Megaelektronenvolt (MeV), Gigaelektronenvolt (GeV) angegeben; c ist die Lichtgeschwindigkeit, deshalb erscheint c² in der Umrechnung zwischen Energie und Masse.

Fazit: Elementarteilchen sind die fundamentalen Bausteine, die wir mit dem Standardmodell beschreiben — mit klar definierten Eigenschaften wie Masse, Ladung und Spin. Das Modell ist extrem erfolgreich, aber unvollständig; die Suche nach der nächsten Theorie (z. B. Vereinheitlichung der Kräfte, Quantengravitation, Erklärung der Dunklen Materie) ist ein zentrales Ziel der modernen Teilchenphysik.