Im Jahr 793 erschreckte ein Wikingerüberfall auf Lindisfarne viele Menschen im christlichen Westen. Das Jahr 793 wird oft als der Beginn des Zeitalters der Wikingerüberfälle bezeichnet. Eine sehr berühmte Passage in der angelsächsischen Chronik lautet:
"In diesem Jahr kamen heftige, ahnungsvolle Vorzeichen über das Land Northumbria. Es gab übermäßige Wirbelstürme, Blitzgewitter, und man sah feurige Drachen am Himmel fliegen. Auf diese Zeichen folgte eine große Hungersnot, und am 8. Januar desselben Jahres zerstörten die verheerenden Verwüstungen heidnischer Männer Gottes Kirche in Lindesfarne.
Schließlich flohen die Mönche von der Insel. Sie nahmen den Leichnam von St. Cuthbert mit, der heute in der Kathedrale von Durham begraben liegt. Das Priorat wurde zu normannischer Zeit als Benediktinerhaus wiedererrichtet und bestand bis zu seiner Auflösung 1536 unter Heinrich VIII. Heute ist es eine Ruine in der Obhut der English Heritage, die in der Nähe auch ein Museum/Besucherzentrum betreiben. Die benachbarte Pfarrkirche (siehe unten) ist immer noch in Gebrauch.
In Lindisfarne befindet sich auch das kleine Schloss, das auf einem Tudor-Fort basiert und für Besucher geöffnet ist.
J.M.W. Turner, Thomas Girtin und Charles Rennie Mackintosh haben alle auf der Heiligen Insel gemalt.