Ort: Schottland
Zeit: 11. Jahrhundert
Akt 1
Szene 1: Eine Heide
Im Präludium (die Musik der Eröffnung) hören wir Musik, die später in der Schlafwandelszene kommt. Der Chor der Hexen prophezeit die Zukunft. Ein Bote trifft ein, um zu sagen, dass Macbeth den Titel und die Anwesen von Cawdor erhalten hat. Macbeth und Banquo, sein General, denken über die Prophezeiung der Hexen nach. Die Hälfte der Prophezeiung hat sich gerade erfüllt (die andere Hälfte besagt, dass Macbeth König werden wird und dass die Könige, die nach ihm kommen, Banquos Erben sein werden). Die Hexen tanzen und singen am Ende dieser Szene.
Szene 2: Macbeths Schloss
Lady Macbeth liest einen Brief ihres Mannes, in dem er ihr von der Prophezeiung der Hexen erzählt. Sie beschließt, dafür zu sorgen, dass Macbeth wirklich König wird. Sie beschließt, dass sie ihren Gatten überreden muss, Duncano (Duncan, König von Schottland) zu ermorden. Macbeth sieht einen Dolch vor sich. Er nimmt ihn und ermordet Duncano (der in der Oper nie singt). Dann ist er entsetzt über das, was er getan hat. Seine Frau ist angewidert, dass ihr Mann sich wegen des Mordes schrecklich fühlt. Sie nimmt den Dolch und vollendet das Verbrechen, dann schmiert sie Duncanos Blut auf die Wachen, die schlafen. Banquo und Macduff, ein schottischer Edelmann, kommen an, Macduff entdeckt das Verbrechen, und alle Figuren singen einen Chor, in dem sie Gott bitten, den oder die Mörder zu bestrafen.
Akt 2
Szene 1: Ein Zimmer im Schloss
Macbeth ist jetzt König. Er ist besorgt über die Prophezeiung, dass die Erben der Banco König werden. Er und seine Frau beschließen, dass Banco und sein Sohn ermordet werden müssen.
Szene 2: Außerhalb des Schlosses
Eine Bande von Mördern wartet auf die Banco. Er wird gefasst, doch seinem Sohn Fleanzio gelingt die Flucht.
Szene 3: Ein Speisesaal im Schloss
Macbeth empfängt die Gäste und Lady Macbeth singt ein brindisi (Trinklied), das dem berühmten Lied aus La Traviata recht ähnlich ist. Macbeth wird erzählt, dass Banco ermordet wurde, aber als er zum Tisch zurückkehrt, findet er Bancos Geist an seinem Platz sitzen. Er schreit und tobt über das Gespenst. Die anderen Leute können das Gespenst nicht sehen und denken, dass Macbeth verrückt geworden ist. Das Fest ist schnell vorbei.
Akt 3
Die Hexenhöhle
Die Hexen sitzen um einen Kessel in einer dunklen Höhle. Sie singen und tanzen dann ein Ballett, das für die Fassung von 1865 geschrieben wurde. Die Musik klingt wie Magie. Macbeth betritt die Höhle und möchte, dass die Hexen ihm seine Zukunft voraussagen. Sie beschwören drei Erscheinungen für ihn. Die erste sagt ihm, er solle sich vor Macduff in Acht nehmen. Die zweite sagt ihm, dass ihm von einem Mann, der "von einer Frau geboren" ist, kein Schaden zugefügt werden kann. Die dritte sagt ihm, dass er nicht besiegt werden kann, bis Birnam Wood gegen ihn marschiert.
Macbeth wird dann der Geist von Banco und seinen Nachkommen, acht zukünftigen Königen von Schottland, gezeigt. Dies zeigt, dass sich die Hexenprophezeiung vom Beginn der Oper in der Tat erfüllen muss. Macbeth bricht zusammen. Als er sich erholt und seiner Frau erzählt, was er gesehen hat, ist sie noch entschlossener, Bancos Sohn und seine ganze Familie zu töten.
Akt 4
Szene 1: Nahe der Grenze zwischen England und Schottland
Schottische Flüchtlinge stehen nahe der englischen Grenze und singen ein Lied darüber, wie Macbeth, der Tyrann, sein Volk unterdrückt.
Malcolm, der Sohn von Banco, weist seine Soldaten an, Äste von Bäumen im Wald von Birnam abzuschneiden und sie zu tragen, wenn sie Macbeths Armee angreifen. Sie wollen Schottland von der Tyrannei befreien.
Szene 2: Macbeths Schloss
Ein Arzt und ein Diener beobachten die Königin, wie sie im Schlaf geht und ihre Hände ringt, um sie von Blut zu reinigen.
Szene 3: Das Schlachtfeld
Macbeth hat gehört, dass eine Armee auf ihn zukommt. Ihm wird gesagt, dass die Königin tot ist, aber das scheint ihm nichts auszumachen. Er stellt seine Armee zusammen. Die Armee von Banco marschiert mit ihren Ästen gegen ihn. Die Prophezeiung hat sich erfüllt: Birnam Wood ist gegen ihn marschiert. Macduff kämpft gegen Macbeth und tötet ihn. Er sagt Macbeth, dass er nicht "von einer Frau geboren" wurde, sondern aus dem Leib seiner Mutter "herausgerissen" wurde. Der Kampf geht weiter. Macduff tötet Macbeth. Macduffs Männer rufen aus, dass Macduff der neue König sei. Alle Soldaten und Frauen singen eine Hymne auf den Sieg.