Messier 87 (auch bekannt als M87, Virgo A oder NGC 4486) ist eine übergroße elliptische Galaxie. Sie wurde 1781 von dem französischen Astronomen Charles Messier entdeckt, der sie als nebulöses Merkmal katalogisierte. Sie ist die zweithellste Galaxie innerhalb des nördlichen Virgo-Haufens und ist etwa 16,4 Millionen Parsec (53,5 Millionen Lichtjahre) von der Erde entfernt.

Im Gegensatz zu einer scheibenförmigen Spiralgalaxie hat Messier 87 keine ausgeprägten Staubbahnen. Sie hat eine fast eigenschaftslose, ellipsoide Form. Die Leuchtkraft nimmt mit der Entfernung vom Zentrum ab. Im Kern dieser ungewöhnlich großen Galaxie befindet sich ein ungewöhnlich großes supermassives Schwarzes Loch. Es ist eine starke Strahlungsquelle für viele Wellenlängen, insbesondere für Radiowellen. Dieses Schwarze Loch ist das erste und bis heute das einzige, für das die Astronomen ein direktes Bild machen konnten. Ein 2017 vom Event-Horizont-Teleskop aufgenommenes Radiobild wurde am 10. April 2019 veröffentlicht. Das Bild zeigt den Schatten des Schwarzen Lochs, umgeben von einem Emissionsring mit einem Durchmesser von 3,36×10-3 Parsecs (0,0110 Lichtjahre).

Ein Strahl energetischen Plasmas, der als Blazar bekannt ist, wird von dem Schwarzen Loch mit nahezu Lichtgeschwindigkeit hinausgeschleudert. Er bewegt sich mindestens 1.500 Parsecs (5.000 Lichtjahre) nach außen. In Bildern, die 1999 vom Hubble-Weltraumteleskop aufgenommen wurden, wurde die Bewegung des Messier 87-Jets mit vier- bis sechsfacher Lichtgeschwindigkeit gemessen. Diese Bewegung ist wahrscheinlich eine optische Täuschung, die durch die relativistische Geschwindigkeit des Jets verursacht wird.