Überernte bedeutet, dem Land (oder dem Meer) mehr zu entnehmen, als es ersetzen kann. Dazu gehören extreme Landwirtschaft, Weidewirtschaft, Fischfang und die Nutzung von Süßwasser.
Überernte ist auf lange Sicht schädlich. Wälder oder Feuchtgebiete sind schwer zu ersetzen. Schäden an der Natur schaden Tieren und Menschen. Die meisten Feuchtgebiete werden durch Übernutzung als Trinkwasserquelle geschädigt und manchmal entwässert, um Ackerland oder Bauland zu gewinnen. Ein blühendes und vielfältiges Ökosystem wird zerstört.
Die Überernte gilt auch für Tiere. Dadurch können die Populationszahlen sinken und Arten aussterben. Die Überfischung ist ein typisches Beispiel. Heutzutage kann man nur noch zu bestimmten Zeiten des Jahres fischen, Hirsche oder Vögel schießen. Die Jahreszeit, in der sie sich paaren, fortpflanzen und Eier legen oder die Jungen bekommen, ist geschützt. Gebiete von besonderer natürlicher Schönheit oder wissenschaftlichem Interesse sind ebenfalls geschützt. Die Entnahme von Vogeleiern verstößt jetzt ebenfalls gegen das Gesetz, zumindest im Vereinigten Königreich.
Eine Sache, die dem Naturschutz entgegenwirkt, ist die Überbevölkerung der Welt. Der größte Einzelgrund, warum die Welt Wälder verliert, ist, dass einige Menschen das Land für andere Zwecke nutzen wollen. Einige wenige Menschen gewinnen, aber alle teilen die Kosten. Das nennt man die Tragödie der "Commons".

