Penn Station New York – die Pennsylvania Station in Midtown Manhattan

Penn Station New York: Pennsylvania Station in Midtown Manhattan – pulsierender Verkehrsknotenpunkt für Pendler unter dem Madison Square Garden mit über 600.000 Nutzern täglich.

Autor: Leandro Alegsa

Pennsylvania Station (auch Penn Station genannt) ist ein großer Bahnhof in New York City. Es ist der verkehrsreichste Bahnhof in den Vereinigten Staaten mit über 600.000 Menschen, die ihn täglich benutzen, von denen viele Pendler sind, die zur Arbeit oder zur Schule und zurück fahren. Der Bahnhof befindet sich in Midtown Manhattan und liegt unterhalb des Madison Square Garden, zwischen Seventh Avenue und Eighth Avenue und zwischen 31st Street und 34th Street.

Übersicht und Betreiber

Penn Station ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt im Nordosten der USA. Er wird von mehreren Bahnbetreibern genutzt:

  • Amtrak – nationale und regionale Fernverkehrsverbindungen (z. B. Northeast Corridor mit Verbindungen nach Boston, Philadelphia und Washington, D.C.).
  • Long Island Rail Road (LIRR) – Pendlerverbindungen nach Long Island.
  • NJ Transit – Pendlerverbindungen nach New Jersey.

Durch diese Mischung aus Fern- und Nahverkehr ist Penn Station ein entscheidender Umsteigepunkt für Pendler und Reisende.

Geschichte und Architektur

Die ursprüngliche Pennsylvania Station wurde 1910 im Beaux-Arts-Stil von McKim, Mead & White eröffnet und galt als architektonisches Meisterwerk. Sie wurde jedoch in den frühen 1960er Jahren größtenteils abgerissen, um Platz für den heutigen Komplex mit dem Madison Square Garden und Bürogebäuden zu schaffen. Der Verlust des ursprünglichen Gebäudes führte zu einem Aufschrei in der Öffentlichkeit und gilt als Wendepunkt für die moderne Denkmalpflege in den USA.

Seitdem besteht Penn Station aus einem weitgehend unterirdischen Bahnhofsnetz mit Zugängen an mehreren Straßenecken und einer eher funktionalen Architektur. Um den Platz- und Komfortmangel zu lindern, wurde 2021 die Moynihan Train Hall in der wiedergenutzten James A. Farley Post Office Building eröffnet. Die neue Halle bietet Amtrak-Kunden mehr Helligkeit, höhere Decken und bessere Orientierung sowie moderne Kundeneinrichtungen.

Infrastruktur und technische Verbindungen

Der Bahnhof ist durch mehrere Tunnel mit den Uferregionen verbunden: die North-River-/Hudson-Tunnel zur Strecke nach New Jersey bzw. weiter nach Westen und die East-River-Tunnel zur Verbindung nach Long Island. Die Gleisanlagen liegen unterirdisch und sind in mehrere Abstell- und Bahnsteigbereiche gegliedert.
Wegen des dichten Betriebsaufkommens gilt Penn Station als Engpass des nordostamerikanischen Eisenbahnverkehrs; deshalb sind Ausbaupläne wie das Gateway-Programm zur Schaffung zusätzlicher Hudson-Tunnel und Gleise von großer Bedeutung für die langfristige Entlastung.

Verbindungen zum öffentlichen Nahverkehr und Umgebung

Der Bahnhof ist gut an das Netz der New Yorker U-Bahn angeschlossen (u. a. Stationen in Fußreichweite: A/C/E, 1/2/3, B/D/F/M an nahegelegenen Haltestellen). Auch PATH-Züge, Busse, Taxis und zahlreiche Fahrrad- und Fußwege sind schnell erreichbar. In der Umgebung liegen bekannte Sehenswürdigkeiten und Ziele wie der Madison Square Garden, das Kaufhaus Macy’s an der Herald Square und das Empire State Building.

Einrichtungen und Service

In Penn Station und der Moynihan Train Hall finden Reisende Ticket-Schalter, Selbstbedienungsautomaten, Informations-Displays, Wartesäle, Gepäckaufbewahrung bzw. Gepäckservices, Gastronomie- und Einkaufsmöglichkeiten sowie barrierefreie Zugänge mit Aufzügen. Viele Pendler nutzen außerdem Online- oder App-Ticketing für Amtrak, LIRR und NJ Transit.

Zukunft und Projekte

Zur Entlastung und Modernisierung des Bahnhofs gibt es mehrere laufende und geplante Projekte. Das bekannteste ist das Gateway-Programm, das zusätzliche Tunnel unter dem Hudson River und erweiterte Gleisanlagen zum Ziel hat. Zudem verbessern kleinere Umbauten, bessere Beschilderung und digitale Informationssysteme laufend die Orientierung und den Komfort für Reisende.

Praktische Tipps für Reisende

  • Rechtzeitig einplanen: Wegen großer Menschenmengen und komplexer Wege im Untergeschoss empfiehlt es sich, früher als üblich am Bahnhof zu sein.
  • Moynihan Train Hall nutzen: Viele Amtrak-Verbindungen werden über die Moynihan Hall abgewickelt – die Halle ist leichter zu überblicken und komfortabler als die ursprünglichen Durchgänge.
  • Auf Anzeigen achten: Gleise und Bahnsteige können sich kurzfristig ändern; die elektronischen Anzeigetafeln zeigen aktuelle Informationen.
  • Barrierefreiheit: Es gibt Aufzüge und Rampen, aber Strecken zwischen einzelnen Bereichen können längere Wege erfordern; bei Bedarf vorab Unterstützung anfordern.

Penn Station bleibt ein unverzichtbarer Bestandteil der Verkehrsinfrastruktur von New York City: unverändert stark frequentiert, historisch bedeutsam und Gegenstand fortlaufender Investitionen zur Verbesserung von Kapazität und Komfort.

Außerhalb von Pennsylvania StationZoom
Außerhalb von Pennsylvania Station

Geschichte

Die Station wurde von der Pennsylvania Railroad gebaut und ist eine von mehreren Stationen in den USA mit diesem Namen. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts gab es keine Züge, die direkt aus dem Westen nach New York City fuhren, da der Hudson River im Weg lag. Die Menschen mussten in Jersey City, New Jersey, aus den Zügen aussteigen und eine Fähre nehmen, um über den Fluss nach New York City zu gelangen.

Dies alles änderte sich, als die Pennsylvania Railroad zwei Tunnel unter dem Hudson River und vier unter dem East River nach Queens grub. Die Tunnel und der neue Bahnhof im Herzen von New York City wurden 1910 für 114 Millionen Dollar (das sind heute etwa 2,7 Milliarden Dollar) fertig gestellt, und der erste Zug fuhr im November desselben Jahres.

Im Laufe der Jahre begannen immer mehr Eisenbahngesellschaften, Penn Station zu nutzen. Während des Zweiten Weltkriegs nutzten jedes Jahr über 100 Millionen Menschen den Bahnhof. Doch als der Flugverkehr zunahm und das Interstate Highway System geschaffen wurde, nutzten immer weniger Menschen den Zug. Im Jahr 1963 wurde der Bahnhof auseinandergerissen und an seiner Stelle ein neuer gebaut, wobei Penn Plaza und Madison Square Garden darüber gebaut wurden. Der Bahnhof wurde 1968 wiedereröffnet und wird bis heute genutzt.

Der alte Bahnhof, wie 1911 gesehenZoom
Der alte Bahnhof, wie 1911 gesehen

Layout und Dienstleistungen

Die Penn Station ist vollständig unterirdisch, und alle Züge, die durch sie hindurchfahren, müssen entweder von Oberleitungen oder von der dritten Schiene mit Strom versorgt werden, da die Station und die Tunnel zu ihr keine Abgase aus Dieselkraftstoff aufnehmen können. Es gibt 21 Gleise, die durch die Station verlaufen, und 11 Bahnsteige. Täglich passieren bis zu 1.200 Züge den Bahnhof.

Der Bahnhof ist im Besitz von Amtrak, das viele Züge in viele Städte in den USA anbietet. Dazu gehören Fernverkehrsverbindungen, die bis nach Chicago, New Orleans und Miami führen. Von diesen Städten aus kann man in Züge bis zu Städten an der Pazifikküste wie Seattle, Los Angeles und San Diego umsteigen. Amtrak verfügt auch über Hochgeschwindigkeitszüge (Acela Express), die nach Boston, Philadelphia und Washington, D.C. fahren.

Es gibt zwei Nahverkehrszüge, die Penn Station benutzen. Einer davon ist die Long Island Rail Road, die von der Metropolitan Transportation Authority (MTA) betrieben wird und zu vielen Orten auf Long Island im Osten führt. Die andere ist der New Jersey Transit, der Züge nach New Jersey im Westen fährt. Für die Zukunft ist geplant, dass auch diese Station von der Metro-North bedient wird. Diese Züge benutzen derzeit den wenige Blocks entfernten Grand Central Terminal in der Nähe der 42nd Street und der Park Avenue.

Neben Fern- und Nahverkehrszügen verfügt die New Yorker U-Bahn über einige wenige Stationen, die direkt an die Penn Station anschließen. Diese befinden sich an der 34th Street, am Herald Square und an den Hudson Yards. Ein weiteres Schnellbahnsystem, PATH, hat eine Station an der 33. Straße, von der aus alle paar Minuten Züge nach Jersey City und weiter nach Newark fahren. Der Bahnhof wird auch von vielen Busunternehmen angefahren.

Die aktuelle Station von 1974Zoom
Die aktuelle Station von 1974



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