Das kaukasische Albanien war das Gebiet des heutigen Aserbaidschan. Es war vier Jahrhunderte lang um die Zeit Christi herum ein Klientelstaat des Römischen Reiches. Sein Einfluss auf die Region begann im ersten Jahrhundert vor Christus und dauerte bis etwa 250 n. Chr. an. Um 299 n. Chr. war Albanien noch einige Jahre lang wieder ein "nominaler" Vasallenstaat des Kaisers Diokletianus.

Rom kontrollierte das kaukasische Albanien nur als Klient oder Vasallenstaat. Es war nie in der Lage, es wie eine "Provinz" (wie im Falle seines Nachbarn Armenien) vollständig in das Römische Reich einzugliedern.

In diesen Jahrhunderten brachte Rom den kaukasischen Albanern das Christentum, mit einem westlichen kulturellen Einfluss, der bis ins heutige Aserbaidschan anhielt. Auch wenn heute nur noch wenige Aserbaidschaner Christen sind, verwenden sie als Schriftsystem das römische Alphabet.

Ein zweiter und letzter Einfluss ging vom Oströmischen Reich aus, als Kaiser Heraklius 627 n. Chr. mit Hilfe der Gkturken des westtürkischen Khaganats im dritten perso-türkischen Krieg die Kontrolle über das kaukasische Albanien übernehmen konnte.