Lehrer sind Menschen, die anderen beim Lernen helfen. Sie arbeiten häufig in Klassenzimmern, aber auch in Werkstätten, Laboren, Bibliotheken oder online. Es gibt viele verschiedene Arten von Lehrkräften: Einige unterrichten junge Kinder im Kindergarten oder in der Grundschule. Andere unterrichten ältere Kinder in der Mittel-, Unter- und Oberstufe. Wieder andere begleiten Erwachsene in weiterführenden Einrichtungen wie Hochschulen und Universitäten – dort werden Lehrende teilweise auch Professoren genannt.
Lehrerinnen und Lehrer können Schülern den Weg zum Erfolg zeigen oder ihnen den Schlüssel zum Erfolg in die Hand geben. Ihre Arbeit wirkt weit über den Klassenraum hinaus: Sie fördern nicht nur fachliches Wissen, sondern auch Sozialkompetenzen, kritisches Denken und Lebenskompetenzen.
Aufgaben und Tätigkeiten
Zu den zentralen Aufgaben von Lehrkräften gehören:
- Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten;
- Planung und Vorbereitung von Unterrichtsstunden;
- Erstellung und Korrektur von Tests, Aufgaben und Zeugnissen – oft unter Nutzung von Computern;
- Einsatz verschiedener Lehrmethoden, z. B. Frontalunterricht, Gruppenarbeit, Projektlernen oder digitale Lernformate;
- Beobachtung, Beratung und Förderung einzelner Schülerinnen und Schüler;
- Kommunikation mit Eltern, Kolleginnen und Kollegen sowie Schulleitung;
- Dokumentation von Lernfortschritten und Erfüllung rechtlicher Pflichten (z. B. Zeugnisse, Aufsichtspflichten).
Im Unterricht erklären Lehrkräfte neues Stoffgebiet, schreiben an eine Tafel oder ein Whiteboard, sitzen manchmal hinter ihrem Schreibtisch auf Stühlen, helfen den Schülern bei ihrer Arbeit und markieren bzw. bewerten eingereichte Aufgaben.
Unterrichtsarten und Methoden
Es gibt verschiedene Formen des Unterrichts, die abhängig von Alter, Fach und Lernziel gewählt werden. Übliche Methoden sind:
- Lehrerzentrierte Methoden (Erklären, Demonstrieren);
- Schülerzentrierte Methoden (Diskussionen, Gruppenprojekte, forschendes Lernen);
- Individualisiertes Lernen (Differenzierung, Förderpläne, Nachhilfe);
- Digitale Lernformen (E-Learning, Lernplattformen, interaktive Medien);
- Praktische/berufsorientierte Angebote (Laborarbeiten, Praktika, Projektunterricht).
Schularten und Spezialisierungen
Lehrkräfte spezialisieren sich häufig auf bestimmte Schularten oder Fächer. Typische Bereiche sind:
- Frühpädagogik (Kindergarten, Elementarerziehung);
- Primarstufe (Grundschule);
- Sekundarstufe I und II (Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien, Berufsschulen);
- Sonderpädagogik (Förderschulen, Inklusion);
- Erwachsenenbildung und Hochschullehre (z. B. Dozenten, Professoren).
Ausbildungswege und berufliche Qualifikation
Die genauen Ausbildungswege unterscheiden sich je nach Land und Schulform. Übliche Stationen sind:
- Studium eines Lehramts- oder Fachgebiets an einer Hochschule;
- Vorbereitungsdienst, Referendariat oder pädagogische Praktika, in denen theoretisches Wissen praktisch angewendet wird;
- Staatliche Prüfungen und Zulassungen, die zur Lehrbefähigung führen;
- Alternative Wege: Quereinstieg nach fachlicher Qualifikation, Zusatzqualifikationen für Erwachsenenbildung oder berufliche Schulen.
Lehrkräfte nehmen außerdem regelmäßig an Fort- und Weiterbildungen teil, um fachlich und didaktisch auf dem aktuellen Stand zu bleiben.
Kompetenzen und persönliche Eigenschaften
Gute Lehrerinnen und Lehrer bringen neben Fachwissen auch soziale und methodische Fähigkeiten mit. Wichtige Eigenschaften sind:
- Pädagogische Kenntnisse und Geduld;
- Kommunikationsfähigkeit und Empathie;
- Organisationstalent und Belastbarkeit;
- Flexibilität und Kreativität bei der Unterrichtsgestaltung;
- Fähigkeit zur Zusammenarbeit im Team und konstruktiver Kommunikation mit Eltern.
Arbeitsbedingungen, Gehalt und Karriere
Arbeitszeiten von Lehrkräften umfassen Unterricht, Vor- und Nachbereitung, Besprechungen sowie Korrektur- und Verwaltungsaufgaben. Gehalt und Beschäftigungsbedingungen variieren stark je nach Land, Schulart, Trägerschaft (staatlich, privat) und Berufserfahrung. Berufliche Entwicklungsmöglichkeiten sind z. B.:
- Fachliche Spezialisierung (z. B. Sonderpädagogik, Fachdidaktik);
- Leitungsfunktionen (Stufen-, Fachbereichs- oder Schulleitung);
- Tätigkeiten in der Bildungsverwaltung, Fortbildung oder im Schulentwicklungsbereich.
Herausforderungen und Chancen
Der Lehrerberuf ist gesellschaftlich wichtig, bringt aber auch Herausforderungen mit sich: Leistungsdruck, hohe Arbeitsbelastung, unterschiedliche Leistungsniveaus in Klassen und gesteigerte Anforderungen an digitales Unterrichten. Gleichzeitig bietet der Beruf große Chancen: Einfluss auf Bildungswege junger Menschen, kreative Gestaltung des Unterrichts und die Möglichkeit, gesellschaftlich Relevantes zu vermitteln.
- Bildung
- Wege in die Lehre (UK)




