Eine Känguru-Maus ist eine der beiden Arten von Springmäusen (Gattung Microdipodops), die in den Wüsten des Südwestens der Vereinigten Staaten heimisch sind. Die meisten von ihnen sind im Bundesstaat Nevada zu finden. Der Name "Känguru-Maus" bezieht sich auf die aussergewöhnliche Sprungfähigkeit der Art sowie auf ihre Gewohnheit der bipedalen Fortbewegung. Die beiden Arten sind:
- Bleiche Känguru-Maus - Microdipodops pallidus
- Dunkle Känguru-Maus - Microdipodops megacephalus
Beide Arten von Känguru-Mäusen leben in sandigen Wüsten-Ökosystemen. Sie suchen nach Samen und Vegetation in den Gestrüppbüschen ihres heimischen Lebensraums. Die Dunkle Känguru-Maus ist auch dafür bekannt, dass sie sich gelegentlich von Insekten und Aas ernährt. Interessanterweise trinkt die Maus nie Wasser, sondern bezieht es metabolisch aus der Nahrung, die sie frisst. Die Känguru-Maus sammelt Nahrung und hält grosse Vorräte in ihren Höhlen. Diese Höhlen werden bis zu einer Länge von 1 bis 2,5 Metern (3 bis 8 Fuß) ausgehoben. Die Höhle, der Eingang, den die Maus tagsüber abdeckt, wird auch zur Aufzucht von Würfen mit 2 bis 7 Jungen benutzt. Die helle Känguru-Maus gräbt nur in feinem Sand, während die dunkle Känguru-Maus feine, kiesige Böden bevorzugt, sich aber auch in Sand oder Sandboden eingraben kann. Känguru-Mäuse sind nachtaktiv und sind in den zwei Stunden nach Sonnenuntergang am aktivsten. Man nimmt an, dass sie bei kaltem Wetter Winterschlaf halten.
Die Känguru-Mäuse sind eng mit den Känguru-Ratten verwandt, die zur gleichen Unterfamilie Dipodomyinae gehören.