Arthur Holmes (1890-1965) war ein englischer Geologe. Er leistete zwei wichtige Beiträge: die Verwendung radioaktiver Isotope zur Datierung von Mineralien und die Vermutung, dass Konvektionsströmungen im Mantel eine wichtige Rolle bei der Kontinentaldrift spielen.
Holmes zeigte uns, dass thermische Konvektionsströmungen stark genug waren, um große Landmassen zu bewegen, was zu Alfred Wegeners Theorie der Kontinentaldrift oder Theorie der Plattentektonik beitrug. Auch Harry H. Hess (1906-1969) unterstützte diese Ansicht.
Holmes war ein Pionier der Geochronologie und führte während seines Studiums in London die erste genaue radiometrische Uran-Blei-Datierung durch. Dies ergab eine Datierung von 370 mya für ein Devongestein aus Norwegen. Dieses Ergebnis wurde 1911, nach seinem Abschluss 1910, veröffentlicht.
Holmes hat sein ganzes Leben lang an dem Problem des Zeitalters der Erde gearbeitet. Er erreichte in den 1940er Jahren eine annähernd korrekte Schätzung von 4.500±100 mya.