Naturkapital ist eine Metapher für die mineralischen, pflanzlichen und tierischen Formationen der Biosphäre der Erde, wenn man sie als Mittel zur Produktion von Sauerstoff, als Wasserfilter, Erosionsverhinderer oder als Anbieter anderer Ökosystemdienstleistungen betrachtet.
In einer traditionellen ökonomischen Analyse der Produktionsfaktoren wird Naturkapital in der Regel als "Land" und damit als etwas anderes als "Kapital" im ursprünglichen Sinn verstanden.
Zu Beginn des Nachdenkens über die Wirtschaft wurde "Land" als etwas Natürliches angesehen, "Kapital" jedoch nur als von Menschenhand geschaffene Güter.
Aber die Vorteile, die der Mensch von der Natur hat, sind vielfältig. 17 von ihnen wurden von Robert Costanza unter die Lupe genommen. Diese Vorteile ähneln in gewisser Weise denen, die Eigentümer von "Kapital" haben, da ihr Kapital mehr Güter produziert, z.B. eine Fabrik, die Autos produziert, so wie ein Apfelbaum Äpfel produziert.
Dies ist ein Ansatz zur Bewertung von Ökosystemen, eine Alternative zur traditionellen Sichtweise des gesamten nicht-menschlichen Lebens als passive natürliche Ressourcen. Aber das menschliche Wissen und Verständnis der natürlichen Umwelt ist nie vollständig, und deshalb können wir noch nicht wissen, was genau Naturkapital bedeutet.