Die Ausbreitung des Meeresbodens findet am Meeresboden statt, wenn sich die tektonischen Platten auseinander bewegen. Der Meeresboden bewegt sich und trägt Kontinente mit sich. An Rücken in der Mitte der Ozeane entsteht neue ozeanische Kruste. Die treibende Kraft für die sich am Meeresboden ausbreitenden Rücken ist der tektonische Plattenzug und nicht der Magmadruck, obwohl an den sich ausbreitenden Rücken typischerweise erhebliche Magmaaktivität vorhanden ist.

Am Mittelatlantischen Rücken (und an anderen Stellen) steigt Material aus dem oberen Mantel durch die Verwerfungen zwischen den ozeanischen Platten auf. Es bildet neue Kruste, wenn sich die Platten voneinander entfernen. Die neue Kruste bewegt sich dann langsam vom Rückgrat weg. Die Ausbreitung des Meeresbodens trägt zur Erklärung der Kontinentaldrift in der Plattentektonik bei. In ozeanischen Gräben rutscht die Meeresbodenkruste nach unten und unter die kontinentale Kruste.

Frühere Theorien (z.B. von Alfred Wegener) über die Kontinentalverschiebung besagen, dass die Kontinente durch den Ozean "gepflügt" sind. Die moderne Vorstellung ist, dass sich der Ozeanboden selbst bewegt und die Kontinente mit sich trägt, wenn er sich von einem mittelozeanischen Rücken aus ausdehnt. Heute ist dies akzeptiert. Das Phänomen wird durch Konvektion im schwachen oberen Mantel oder in der Asthenosphäre verursacht.

Zusätzlich bestimmen die Streumengen, ob es sich um einen schnellen, mittleren oder langsamen Kamm handelt. Als allgemeine Regel gilt, dass schnelle Dämme eine Ausbreitungsgeschwindigkeit von mehr als 9 cm/Jahr aufweisen. Mittlere Dämme haben eine Ausbreitungsrate von 4-9 cm/Jahr, während sich langsam ausbreitende Dämme eine Rate von weniger als 4 cm/Jahr haben.