Die William-M.-Jennings-Trophäe ist eine jährliche Auszeichnung in der National Hockey League (NHL). Verliehen wird sie an den oder die Torhüter, die mindestens 25 Spiele in der Mannschaft bestritten haben, welche in der regulären Saison die wenigsten Gegentore zugelassen hat. Die Trophäe würdigt damit primär die Mannschaftsleistung in der Defensive, geht aber formell an die Torhüter, die die vorgeschriebene Mindestanzahl an Einsätzen erreicht haben.
Geschichte und Hintergrund
Die Jennings-Trophäe wurde zur Saison 1981/82 eingeführt. Bis 1981 basierte die Vergabe der Vezina-Trophäe auf demselben Kriterium (wenigste Gegentore der Mannschaft); nach der Neudefinition der Vezina — die seitdem an den besten Torhüter vergeben wird, wie von den General Managern gewählt — entstand die Jennings-Trophäe als separate Ehrung. Benannt ist die Auszeichnung nach William M. Jennings, einem langjährigen Funktionär und Präsidenten der New York Rangers, der sich um den Sport verdient gemacht hatte.
Vergabekriterien und Besonderheiten
- Mindestspiele: Ein Torhüter muss mindestens 25 Einsätze in der regulären Saison für die betreffende Mannschaft absolviert haben, um für die Jennings-Trophäe berücksichtigt zu werden. Dadurch soll sichergestellt werden, dass nur maßgeblich eingesetzte Torhüter ausgezeichnet werden.
- Teamorientierte Grundlage: Die Trophäe basiert auf den Teamstatistiken (wenigste zugelassenen Tore in der regulären Saison), nicht auf individuellen Einsatzzahlen wie Save-Prozentsatz oder Gegentorschnitt.
- Gemeinsame Gewinner: Wenn mehrere Torhüter derselben Mannschaft die Mindestanzahl an Spielen erreicht haben, erhalten alle diese Torhüter die Trophäe. Ebenso kann die Auszeichnung in dem seltenen Fall, dass zwei Mannschaften gleich viele Gegentore zugelassen haben, an Torhüter beider Mannschaften gehen.
- Hinweis zu verkürzten Saisons: In außergewöhnlichen, stark verkürzten Saisons (z. B. durch Lockouts oder Pandemien) können Sonderregelungen bzw. Anpassungen diskutiert werden; die üblichen Richtlinien sehen jedoch die 25-Spiele-Grenze vor.
Beispiele und bekannte Gewinner
Die Jennings-Trophäe wurde seit ihrer Einführung vielen Torhütern zugesprochen, oft an jene, die in einem starken Abwehrverbund spielten. Zu den Gewinnern der NHL-Saison 2014-15 zählten beispielsweise Corey Crawford von den Chicago Blackhawks und Carey Price von den Montreal Canadiens; beide Mannschaften ließen in dieser Saison jeweils nur 189 Gegentore zu.
Bedeutung
Die William-M.-Jennings-Trophäe hebt hervor, dass Torhüter-Erfolge eng mit der Leistung des gesamten Teams verbunden sind: starkes Defensivverhalten, gutes Forechecking, effektives Penalty-Killing und zuverlässige Verteidiger tragen ebenso zum Erfolg bei wie individuelle Klasse des Torhüters. Die Trophäe ergänzt damit die individuelle Würdigung durch Auszeichnungen wie die Vezina-Trophäe und gibt ein klareres Bild der defensiven Stärke einer Mannschaft über die gesamte Regular Season.





