Zinkfinger-Nukleasen (oder ZFN) sind ein Werkzeug, mit dem Gene gezielt angegriffen und DNA verändert werden können. Es ist eine von drei Methoden zur Veränderung des Genoms mit Hilfe von technisch hergestellten Nukleasen.

Sie bestehen aus zwei Teilen. Zinkfinger sind künstlich hergestellte Moleküle, die aus einem Protein und Zink bestehen. Jedes bindet an eine bestimmte DNA. Zinkfinger-Nukleasen (ZFNs) sind Enzyme, die durch die Verschmelzung eines Zinkfingers mit einem DNA-Spaltungsenzym namens Fokl erhalten werden. Das ZFN bindet also an eine bestimmte DNA-Sequenz und schneidet sie dann an zwei Stellen ab. Normale Zellenzyme kleben die Enden zusammen, abzüglich des herausgeschnittenen Bits (DNA-Reparatur).

Jedes ZFN wird für ein einzelnes Gen verwendet, das als "Zielgen" oder "Ziel-DNA" bezeichnet wird. Sie können so gestaltet sein, dass sie an bestimmten Teilen von Genen arbeiten, um eine gewünschte Veränderung herbeizuführen. Die beiden Arten von DNA-Veränderungen sind Mutationen wie Deletionen und Insertionen. In der Genforschung werden mutierte tierische Versuchspersonen untersucht, um herauszufinden, was das jeweilige Gen bewirkt.