Hyderabad (ausgesprochen (/ˈhaɪdərəbɑːd/ ( hören Sie) HY-dər-ə-baad)) ist die grösste Hauptstadt des Staates Telangana. Mit über 12,2 Millionen Einwohnern ist sie die bevölkerungsreichste Stadt des Staates Hyderabad ist eine A-1-Stadt im Sinne der Entwicklungsprioritäten. Sie ist auch als Stadt der Perlen oder als Stadt Nizams bekannt. Die Einwohner von Hyderabad werden Hyderabadis genannt.

Hyderabad wurde 1591 n. Chr. von Sultan Muhammad Quli Qutb Shah am Ufer des Flusses Musi von Sultan Muhammad Quli Qutb Shah gegründet. Später wurde es vom mogulischen Gouverneur Nizam Asaf Jah I. regiert, der dann die Asaf-Jahi-Dynastie (auch bekannt als die Nizams) gründete. Es gab insgesamt 10 Nizams, von denen der letzte Osman Ali Khan, Asaf Jah VII, war.

Die Stadt ist die Heimat der Ramoji Film City, die sich über eine Fläche von über 2.000 Acres (8,1 km2; 3,1 Quadratmeilen) erstreckt. Die Filmindustrie hier wird die Hyderabad Deccan Urdu Filmindustrie (auch bekannt als Deccanwood) genannt.

Geschichtlicher Überblick

Hyderabad entwickelte sich aus einer Gründung des 16. Jahrhunderts unter den Qutb Shahi-Herrschern zu einem wohlhabenden Fürstenstaat unter den Nizams. Während der Kolonialzeit bewahrte die Stadt einen Sonderstatus als Fürstenstaat. Nach der Unabhängigkeit Indiens wurde Hyderabad 1948 im Rahmen der sogenannten „Police Action“ (Operation Polo) in die Indische Union eingegliedert. Später gehörte die Region zum Staat Andhra Pradesh; 2014 entstand der neue Bundesstaat Telangana, dessen Hauptstadt Hyderabad wurde. In der Stadt spiegelt sich diese Geschichte in zahlreichen Palästen, Festungsanlagen und historischen Vierteln wider.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Hyderabad ist bekannt für seine lebendige Mischkultur aus persisch-islamischen und südindischen Traditionen. Wichtige Sehenswürdigkeiten sind unter anderem:

  • Charminar – das ikonische Wahrzeichen der Stadt, erbaut 1591.
  • Golconda-Fort – historische Festung und ehemaliges Zentrum der Diamantengewinnung.
  • Chowmahalla-Palast – prunkvolle Residenz der Nizams mit gut erhaltenen Hofanlagen.
  • Salar-Jung-Museum – eine der bedeutendsten Kunstsammlungen Indiens.
  • Qutb Shahi-Tombs – Mausoleen der Qutb Shahi-Dynastie.
  • Hussain Sagar – großer künstlicher See mit der berühmten Buddha-Statue.

Zudem hat Hyderabad lebhafte Basare wie den Laad Bazaar (berühmt für Perlen, Schmuck und Bangles) sowie zahlreiche Moscheen, Tempel und kulturelle Zentren. Wichtige Feste sind Eid, Diwali, Bonalu und Bathukamma, die das religiöse und soziale Leben prägen.

Sprache, Küche und Handwerk

Die wichtigsten Sprachen in Hyderabad sind Telugu (Amtssprache von Telangana) und Urdu; auch Hindi und Englisch sind weit verbreitet. Die Küche Hyderabads ist berühmt: Hyderabadi Biryani gilt als Nationalschatz, dazu kommen Gerichte wie Haleem, Kebabs, verschiedene Currys sowie Teespezialitäten (Irani Chai) und Gebäck wie die Osmania-Biscuits. Traditionelles Kunsthandwerk umfasst Perlenschmuck, Bidriware (metallische Handwerkskunst) und Textilien.

Wirtschaft und Technologie

Hyderabad ist heute ein bedeutendes wirtschaftliches Zentrum mit einem breitgefächerten Industriespektrum:

  • IT- und Dienstleistungssektor – Gebiete wie HITEC City und Cyberabad beherbergen zahlreiche nationale und internationale IT-Unternehmen, darunter große Multinationals und Start-ups.
  • Pharma und Biotechnologie – das „Genome Valley“ und mehrere Industrie- und Forschungszentren machen Hyderabad zu einem wichtigen Standort für Life Sciences.
  • Filmindustrie – neben der grossen Ramoji Film City ist Hyderabad ein Zentrum der Telugu-Filmindustrie (Tollywood) und Schauplatz vieler Filmproduktionen.
  • Handel und Schmuck – Perlenschmuck und Edelsteinhandel haben eine lange Tradition.

Die Stadt zieht Investitionen im Technologie- und Fertigungsbereich an und verbindet industrielles Wachstum mit historisch-kulturellem Erbe.

Bildung, Forschung und Infrastruktur

Hyderabad verfügt über renommierte Bildungseinrichtungen wie die Osmania University, das Indian School of Business (ISB), das Indian Institute of Technology Hyderabad (IIT-H) und das International Institute of Information Technology (IIIT). Wichtige Forschungszentren wie das Centre for Cellular and Molecular Biology (CCMB) und weitere staatliche und private Institute sind ebenfalls ansässig.

Zur Verkehrsinfrastruktur gehören der Rajiv Gandhi International Airport, das Hyderabad Metro-System (eines der größten erhöhten U-Bahn-Netze), ein dichtes Busnetz sowie Regional- und Fernbahnverbindungen. Die Stadt wächst zudem durch mehrere neue städtische Entwicklungsprojekte und Business-Parks.

Klima und Lebensqualität

Das Klima Hyderabads ist überwiegend heiß-semitrocken: heiße Sommer, Monsunregen von Juni bis September und milde Winter. Die Stadt bietet eine Mischung aus historischen Vierteln mit engen Gassen und modernen Wohn- und Geschäftsvierteln; Wohn- und Lebenshaltungskosten variieren stark je nach Lage.

Tourismus und Besuchertipps

Besucher schätzen Hyderabad für seine Kombination aus historischer Architektur, kulturellen Erlebnissen und moderner Infrastruktur. Empfehlenswert sind Stadtbesichtigungen rund um Charminar und Golconda, ein Besuch im Salar-Jung-Museum, kulinarische Erkundungen (Biryani, Haleem, Irani Cafés) sowie ein Ausflug zur Ramoji Film City. Für den Transport vor Ort sind Metro, Taxis und App-basierte Fahrdienste praktisch.

Insgesamt ist Hyderabad heute eine dynamische Metropole, die Tradition und Moderne verbindet: ein Zentrum für Kultur, Handel, Wissenschaft und Technologie mit reichhaltigem historischem Erbe.