Die wichtigsten Erkenntnisse am Mungo-See sind der Mungo-Man und die Mungo-Lady. Mungo Lady, eine teilweise eingeäscherte Leiche, wurde 1969 von Dr. Jim Bowler von der Australian National University (ANU) entdeckt. Zuerst dachte man, sie sei 25.000 Jahre alt. Eine neuere Studie aus dem Jahr 2003 ergab, dass sie wahrscheinlich eher 40.000 Jahre alt war. Mungo Lady ist der früheste bekannte Mensch, der eingeäschert wurde. Der Mungo-Man wurde ebenfalls von Dr. Bowler am 26. Februar 1974 entdeckt. Die Überreste waren mit rotem Ocker bedeckt, was die früheste bekannte Inzidenz einer solchen Bestattungspraxis ist. Obwohl einige Studien sein Alter mit mehr als 60.000 Jahren belegen, geht man derzeit davon aus, dass er ebenfalls etwa 40.000 Jahre alt ist.
Die Menschen leben seit mindestens 50.000 Jahren rund um den Mungo-See. In den Dünen wurden Steinwerkzeuge gefunden, die älter sind als der Mungo-Mann. Es wurden Mühlen zur Herstellung von Mehl gefunden, die zwischen 5.000 und 10.000 Jahre alt sind; sie wurden aus Sandstein hergestellt, der aus dem
Murray River-Becken 100 km entfernt. In den Dünen wurde auch ein mindestens 500 Jahre alter Steinbeilenkopf gefunden, der aus Stein vom weit über 300 km entfernten Mount Camel in der Nähe von Shepparton hergestellt wurde.
Das reiche archäologische Erbe der Stätte ist für die australischen Ureinwohner der Region von großer Bedeutung. Die Willandra-Region ist die Heimat der Barkindji, Nyiampaa und Mutthi Mutthi. Sie haben mit der Regierung von Neusüdwales Joint Management Agreements zur Verwaltung des Sees und des Mungo-Nationalparks abgeschlossen.