Platons Suche
Platon vertrat die Ansicht, dass nur der Verstand Zugang zur zeitlosen Realität der Wahrheiten habe, zum Reich der Formen, die die sichtbare Welt formen. Platons metaphorische Allegorie der Höhle - in der der Mensch die Wirklichkeit nur als Schatten der realen Dinge kennt, die er sieht, wie sie auf einer Wand interagieren - deutet die praktischen Konsequenzen des platonischen Realismus für die Naturphilosophie in ihrem Bemühen an, die natürliche Welt und die Werte in der menschlichen Gesellschaft zu erklären. (Die Werttheorie umfasst Ethik, Ästhetik und politische Philosophie).
Platon hatte die gezielte Anwendung der von Euklid entwickelten Geometrie zur Erklärung der natürlichen Welt angeführt. Doch nach seiner Sicht der Natur betrachtete Platon die Astronomie als ähnlich der Suche nach einem theoretischen Beweis in der Geometrie - der abstrakten und nicht der realen Welt -, woraufhin die Einsichten des Geistes, die sich aus der Suche nach anderen Wahrheiten durch die Erforschung von Ethik und Ästhetik durch den Geist ergaben, die Entdeckung von Wahrheiten innerhalb des Bereichs der Formen, außerhalb von Raum und Zeit ermöglichen würden.
Aristoteles' Antwort
Aristoteles, ein Schüler von Platon, beantwortete das Problem der Universalien unterschiedlich. Aristoteles erklärte, dass Universalien Konzepte sind, die Eigenschaften entsprechen, die von den besonderen Dingen selbst getragen und geteilt werden. Aristoteles betrachtete nicht die gesamte Wirklichkeit als sichtbar, da er die Existenz von Seelen anerkannte, doch betrachtete er die Seelen als unbeobachtete Teile der sichtbaren Welt, die in sich selbst real sind. Der Aristotelismus prägte weitgehend den Lauf des westlichen Denkens.
Aristoteles entwickelte eine mehr oder weniger vollständige Beschreibung und Erklärung der natürlichen Welt und entwickelte eine logisch-syllogistische Logik, um unter anderem Schlussfolgerungen aus den Beziehungen abzuleiten. Aristoteles' Grundlage in der sichtbaren Welt war ein metaphysischer Ansatz, der nahelegte, was sich etwa 2 000 Jahre später zur empirischen Wissenschaft entwickelte.