Paris
In den 1880er und 1890er Jahren gab es in den Pariser Shows wie dem Moulin Rouge und den Folies Bergère attraktive, spärlich bekleidete Frauen, die tanzten, und Tableaux vivants (statische Posen). In den 1890er Jahren musste sich eine Frau langsam ausziehen, auf der vergeblichen Suche nach einem Floh, der auf ihrem Körper krabbelte. Der People's Almanac führt dies als Ursprung des modernen Striptease an.
Ab 1905 betrat Mata Hari die Bühne. Auf Einladung von Emile Guimet tanzte sie vor einem sorgfältig ausgewählten Publikum. Die Szene am Ende der Vorstellung, in der sie nackt war, war eine Sensation. Es folgten ähnliche Aufführungen auf Bitten von Baron von Rothschild, Cécile Sorel, Gaston Menier und Natalie Clifford Barney. Mata Hari hatte nie tanzen gelernt, und sie hatte nie indischen und orientalischen Tanz studiert. Ihre Tänze waren ein Produkt ihrer Phantasie. 1917 wurde Mata Hari wegen Spionage angeklagt und zum Tode verurteilt. Sie wurde am 15. Oktober 1917 in Vincennes in der Nähe von Paris erschossen.
Ein weiterer bahnbrechender Auftritt war der Auftritt einer Schauspielerin namens Germaine Aymos im Moulin Rouge 1907, die nur in drei sehr kleinen Muscheln gekleidet eintrat. In den 1930er Jahren tanzte die berühmte Josephine Baker halbnackt in der Danse Sauvage in den Folies, und weitere Aufführungen dieser Art gab es im Tabarin. Diese Aufführungen zeichneten sich durch eine ausgefeilte Choreographie aus und kleideten die Mädchen oft in glitzernde Pailletten und Federn. In den 1960er Jahren wurden "Nacktshows" an Orten wie Le Crazy Horse Saloon aufgeführt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg
Nach dem Krieg wurde der Striptease in den 1950er Jahren zum Motor einer aufstrebenden Sexindustrie (die sich hauptsächlich auf Publikationen wie den Playboy konzentrierte). In Paris wurden die High-Society-Stripclubs wie das Alcazar oder das Crazy Horse eröffnet.
In der heutigen Zeit geht die Kunst des Striptease mehr und mehr verloren. In den 1990er Jahren machte ein deutscher Privatfernsehsender (RTL) eine Stripshow namens Tutti Frutti. Seitdem haben viele Fernsehsender nachts Frauen, die versuchen, sich ihrer Kleider zu entledigen (ohne auch nur zu tanzen), während sie für einige Telefonsexnummern (oder andere Prime-Rate-Nummern) werben.
Es gibt auch einen Film mit dem Titel Striptease. Er spielt in US-amerikanischen Stripclubs, ohne viele Hintergrundinformationen zu geben.
Ursprünglich wurde der Striptease nur von Frauen gemacht. Heute gibt es nur noch eine sehr kleine Zahl männlicher Stripper. Zu den bemerkenswertesten unter ihnen gehören die Chippendales.