Jahr 1800 – Gregorianischer vs. Julianischer Kalender, Schaltjahr

1800: Unterschied Gregorianischer vs. Julianischer Kalender, Schaltjahr-Regeln und Datumslücke — Ursachen, Folgen und die 11–12‑Tage Differenz leicht erklärt.

Autor: Leandro Alegsa

1800 (MDCCC) war nach dem gregorianischen Kalender ein gewöhnliches Jahr (kein Schaltjahr), das an einem Mittwoch begann. Nach dem julianischen Kalender war es dagegen ein Schaltjahr, das an einem Sonntag begann. 1800 ist das Jahr 1800 der Zeitrechnung Common Era (CE) bzw. Anno Domini (AD) und gehört zum Ende des 2. Jahrtausends (es war das 800. Jahr des 2. Jahrtausends). Historisch war der gregorianische Kalender zu Beginn des Jahres 1800 dem julianischen Kalender um 11 Tage voraus.

Warum unterschiedlicher Schaltjahresstatus?

Der Grund für den Unterschied liegt in den verschiedenen Regeln für Schaltjahre:

  • Julianischer Kalender: Jeder durch 4 teilbare Jahrgang ist ein Schaltjahr. Daher war 1800 nach julianischer Regel ein Schaltjahr (mit einem 29. Februar).
  • Gregorianischer Kalender: Jahre, die durch 4 teilbar sind, sind grundsätzlich Schaltjahre, außer wenn sie durch 100 teilbar sind; in diesem Fall sind sie nur Schaltjahre, wenn sie zusätzlich durch 400 teilbar sind. Da 1800 durch 100, aber nicht durch 400 teilbar ist, war es kein Schaltjahr im gregorianischen System.

Auswirkung auf die Datumsdifferenz

Zu Beginn des Jahres 1800 betrug die Differenz zwischen beiden Kalendern 11 Tage (gregorianisches Datum = julianisches Datum + 11 Tage). Weil der julianische Kalender jedoch einen zusätzlichen Schalttag im Februar 1800 einfügte, vergrößerte sich die Differenz um einen Tag. Ab dem 1. März 1800 (gregorianisch) betrug die Differenz daher 12 Tage. Diese um einen Tag größere Differenz blieb bis zu weiteren Jahrhundertunterschieden bestehen; analog stieg die Differenz 1900 nochmals an (auf 13 Tage), während im Jahr 2000 — da es nach beiden Regeln ein Schaltjahr war — keine zusätzliche Verschiebung entstand.

Verbreitung und historische Anmerkungen

Der gregorianische Kalender wurde 1582 von Papst Gregor XIII. eingeführt und von verschiedenen Staaten in Europa und darüber hinaus zu unterschiedlichen Zeiten übernommen. Einige orthodoxe Kirchen und bestimmte Staaten behielten den julianischen Kalender für zivile oder kirchliche Zwecke deutlich länger bei; so erfolgten Umstellungen in einzelnen Ländern erst im 19. oder 20. Jahrhundert (bei den zivilen Umstellungen etwa Russland 1918, Griechenland 1923). Bis heute verwenden manche orthodoxe Kirchen weiterhin den julianischen Kalender für liturgische Feiertage, wodurch Ostern und andere Feste teils an anderen Daten als im gregorianischen Kalender gefeiert werden.

Zusammenfassung:

  • 1800 war nach Gregorianischem Kalender ein gewöhnliches Jahr, nach Julianischem ein Schaltjahr.
  • Unterschiedliche Schaltjahrregeln (gregorianisch: Ausnahmen bei Jahrhundertjahren) erklären die Abweichung.
  • Die Kalenderdifferenz wuchs 1800 von 11 auf 12 Tage an und beeinflusste langfristig die Datumszuordnung zwischen den beiden Systemen.

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