Die Meterkonvention ist der Vertrag, mit dem das Internationale Büro fürMaße und Gewichte (BIPM) gegründet wurde. Das BIPM ist eine zwischenstaatliche Organisation, die für die weltweite Harmonisierung von Messsystemen zuständig ist. Der Vertrag wurde erstmals 1875 zwischen 17 Ländern geschlossen.

Die Mitgliedsländer kamen überein, die Kosten für den Betrieb eines Labors auf neutralem Territorium zu teilen. Der internationale Prototyp-Meter und das internationale Prototyp-Kilogramm würden im Labor verbleiben. Die nationalen Prototyp-Meter und -Kilogramm der Mitgliedsländer würden in regelmässigen Abständen mit den internationalen Prototypen verglichen. Die Mitgliedstaaten würden sich regelmässig treffen, um Entwicklungen in der Messtechnik zu diskutieren.

Im Jahr 1921 wurde der Vertrag auf elektrische und alle anderen physikalischen Messungen ausgedehnt. Dies ermöglichte es dem BIPM, die Normen für das Internationale Einheitensystem (SI) zu veröffentlichen. Unter SI wurden die in Wissenschaft und Technik verwendeten Maßeinheiten in logischer Weise definiert. Die Regeln für SI vereinheitlichten auch die Art und Weise, in der physikalische Grössen geschrieben werden.

Im Jahr 2014 hatte das BIPM 55 Mitgliedsländer.