Das Theater des antiken Griechenlands war von 550 v. Chr. bis 220 v. Chr. in seiner besten Form vorhanden. Es war der Beginn des modernen westlichen Theaters, und einige antike griechische Stücke werden noch heute aufgeführt. Sie erfanden die Genres der Tragödie (Ende des 6. Jahrhunderts v. Chr.), der Komödie (486 v. Chr.) und des Satyrspiels.

Der Stadtstaat Athen war in dieser Zeit eine kulturelle, politische und militärische Großmacht. Im Zentrum stand das Drama. Das Theater war Teil eines Festivals namens Dionysien, das zu Ehren des Gottes Dionysos stattfand. Im Dionysischen stellten die Dramatiker ihre Werke einem Publikum vor. Es war ein Wettbewerb mit einem Gewinner und Preisen. Diese beiden Hauptgattungen wurden nie vermischt: Sie hatten jeweils ihre eigene typische Struktur. Athen exportierte das Festival in seine zahlreichen Kolonien und Verbündeten, um deren Lebensweise zu fördern.

Als Schauspieler waren nur Männer zugelassen. Der Chor waren Männer, ebenso wie die Schauspieler. Technisch gesehen mussten sie Bürger von Athen sein, was nur für frei geborene Männer und einige wenige Sonderfälle galt. Die Schauspieler trugen Masken, damit die Leute wussten, welche Persona (Figur) der Schauspieler spielte.

Die bekanntesten Autoren von Theaterstücken sind Aischylos, Sophokles, Euripides für Tragödien und Aristophanes für Komödien.