Bjørnstjerne Martinius Bjørnson (geboren am 8. Dezember 1832 in Kvikne, Norwegen - gestorben am 26. April 1910 in Paris, Frankreich) war ein norwegischer Dramatiker, Autor und Dichter, der 1903 den Nobelpreis für Literatur erhielt.

Sein Vater war ein lutherischer Pfarrer, aber Bjørnson lehnte die organisierte Religion ab. Er heiratete Karoline Reimers, eine berühmte Theaterschauspielerin, und ihr Sohn Bjørn hatte ebenfalls großen Erfolg als Theaterschauspieler und trat in einigen frühen Stummfilmen auf. Ihre Tochter, Bergljot, heiratete Henrik Ibsens Sohn Sigurd.

Er besuchte das Gymnasium Heltbergs Studentfabrikk in Oslo bei Henrik Ibsen, brach aber einen Kurs an der Universität von Oslo ab. Mit Anfang zwanzig schrieb er Literaturkritiken für die norwegische Zeitung Morgenbladet. Mit 25 schrieb er sein erstes Theaterstück, Mellem Slagene (Zwischen den Schlachten). Sein Paul Lange og Tora Parsberg war eine Erklärung für politische Toleranz und På Guds veie ("Auf Gottes Weg") für religiöse Toleranz. Er ist international vor allem für seine Erzählungen über das bäuerliche Leben in Norwegen bekannt. Sein Roman, Synnöve Solbakken, wurde dreimal verfilmt. Bjørnson arbeitete auch als Regisseur und später als Herausgeber einer anderen Zeitung, Aftenbladet, wo er feurig-liberale Leitartikel schrieb und Alfred Dreyfus leidenschaftlich verteidigte. Sein Gedicht "Ja, wir lieben dieses Land" ist die norwegische Nationalhymne.

Die Ursache seines Todes ist unbekannt.