E♭ Moll oder Es-Moll ist eine Molltonleiter, die auf Es basiert. Ihre Tonart hat sechs Asse.
Sein relativer Dur ist G-Dur, und sein paralleler Dur ist Es-Dur. Sein enharmonisches Äquivalent ist dis-Moll.
Diese Tonart wird in der Orchestermusik nicht oft verwendet, und meist nur zum Modulieren. Sie wird in einigen Stücken für Tasteninstrumente verwendet und war in russischen Stücken am beliebtesten. Wenn Klaviermusik in dieser Tonart für Orchester arrangiert werden muss, empfehlen einige Leute, sie nach d-Moll oder e-Moll zu transponieren.
In Buch 1 des Wohltemperierten Klaviers von Johann Sebastian Bach ist das Präludium Nr. 8 in es-Moll und die folgende Fuge in dis-Moll geschrieben. In Buch 2 sind beide Sätze in dis-Moll geschrieben.
Eine der wenigen Sinfonien, die in dieser Tonart geschrieben wurden, ist Prokofjews Sinfonie Nr. 6. Einige andere sowjetische Komponisten schrieben ebenfalls Sinfonien in dieser Tonart, wie Eshpai, Janis Ivanovs (vierte Sinfonie Atlantis, 1941), Ovchinnikov und Myaskovsky. Rachmaninows "Elegie" op. 3 Nr. 1 steht in Es-Moll, ebenso wie seine Etüden-Tableaus op. 39 #5. Diese Stücke sind dafür bekannt, dunkel und geheimnisvoll zu sein, eine Stimmung, die diese Tonart hat. Diese Stimmung zeigt sich auch in der späteren Jazzmusik "'Round Midnight" und "Take Five", die ebenfalls in dieser Tonart stehen.
Der zweite Satz zu Gustav Mahlers Achter Sinfonie hat eine lange Orchester- und Choreinleitung in Es-Moll. Die dunkle Orchestereinleitung zu Beethovens einzigem Oratorium, Christus am Ölberg, steht ebenfalls in dieser Tonart.
