Gregg gegen Georgia, Proffitt gegen Florida, Jurek gegen Texas, Woodson gegen North Carolina und Roberts gegen Louisiana, 428 U.S. 153 (1976) waren eine Gruppe wegweisender Fälle, die der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten 1976 gemeinsam entschied. Sie hatten mit der Todesstrafe in den Vereinigten Staaten zu tun.
In diesen Fällen entschied das Gericht, dass die Staaten die Todesstrafe anwenden dürfen, aber nur, wenn sie bestimmte Regeln befolgen. Wenn sich die Staaten bei der Verhängung der Todesstrafe nicht an diese Regeln hielten, würden sie mit der Verhängung einer grausamen und ungewöhnlichen Strafe gegen die Verfassung der Vereinigten Staaten verstoßen.
1972 hatte das Gericht entschieden, dass die Art und Weise, wie Georgien die Todesstrafe anwendet, verfassungswidrig ist. Nach dieser Entscheidung hörten alle Staaten mit der Anwendung der Todesstrafe auf, während sie ihre Gesetze zur Todesstrafe änderten. Aus diesem Grund gab es in den Vereinigten Staaten zwischen 1972 und 1976 keine Hinrichtungen.
In der Rechtssache Gregg gegen Georgien entschied das Gericht jedoch, dass Georgiens neues Todesstrafengesetz verfassungskonform sei, und erteilte dem Staat die Erlaubnis, Troy Leon Gregg hinzurichten. Dies beendete den vorübergehenden Stopp der Hinrichtungen in den Vereinigten Staaten. Es machte den Staaten klar, dass sie, solange sie sich an die in der Gregg-Entscheidung festgelegten Regeln halten, wieder mit der Anwendung der Todesstrafe beginnen können.