Die Farbe (oder Färbung) eines Tieres wird durch Licht erzeugt, das von der Oberfläche eines Tieres reflektiert wird. Die Art und Weise, wie Tiere Farben erzeugen, umfasst Pigmente, Chromatophoren und andere Strukturen sowie Biolumineszenz.
Da das Sehvermögen für Tiere in der Regel so wichtig ist und von Raubtieren so oft als weitreichender Weg zur Beutesuche genutzt wird, muss die Farbe eines Tieres eine oder mehrere Funktionen erfüllen. Diese Funktionen, wie das Finden von Beute, das Ausweichen vor dem Fang oder das Finden einer Partnerin, sind für das Leben und Überleben absolut unerlässlich. Daher wird die Farbe eines Tieres durch die natürliche Auslese bestimmt, weil sie das Überleben der Tiere und ihrer Nachkommenschaft beeinflusst.
Einige der offensichtlichsten Funktionen der Farbe sind:
- Tarnung: Damit ein Tier verborgen bleibt
- Signalisierung an andere Tiere
- Warnfärbung: Signalisierung an andere Tiere, nicht anzugreifen
- Mimikry: Ausnutzung der Warnfärbung einer anderen Art
- Sexuelle Selektion: Einen Partner finden
- Andere Arten der Signalisierung
- Ablenkung
- Schreckensabwehr: unerwartete Farbflecken oder Augenflecken
- Blendung: Verwirrung eines Raubtiers durch schnelles Bewegen eines fetten Musters (z.B. Zebrastreifen)
- Physischer Schutz: wie Menschen in tropischen Klimazonen haben dunkle Hautpigmente, die vor Sonnenbrand und Hautkrebs schützen.
- Beiläufige Färbung. Dies ist häufig bei Pflanzen, die grüne Blätter haben, weil das Chlorophyll grün ist. Bei Tieren ist sie selten, wie z.B. bei rotem Blut (Häm, das zum Sauerstofftransport benötigt wird, ist rot). Wenn sich das Rot jedoch an der Oberfläche zeigt, ist es oft auf Selektion zurückzuführen, wie z.B. bei den roten Lippen des Menschen.
Überwiegend ist die häufigste Funktion der Farbe in Raubtier-Beute-Beziehungen. "Anti-Raubtier-Anpassungen kommen in jedem Biom der Welt und in fast jeder taxonomischen Gruppe vor".
Die Farbe von Tieren ist in der Biologie seit langer Zeit ein Thema von Interesse und Forschung. Gemäß Charles Darwins Theorie der natürlichen Auslese von 1859 entwickelten sich Merkmale wie die Färbung, indem einzelnen Tieren ein Reproduktionsvorteil verschafft wurde. Beispielsweise würden Individuen mit einer etwas besseren Tarnung als andere der gleichen Art im Durchschnitt mehr Nachkommen hinterlassen.






