Die Entwicklung der Pfeffermotte wurde in den letzten 150 Jahren eingehend untersucht. Anfangs waren fast alle Motten hell gefärbt. Dadurch konnten sie sich vor den hellen Bäumen und Flechten tarnen, auf denen sie tagsüber rasteten. Als die Umweltverschmutzung während der industriellen Revolution in England zunahm, starben viele der Flechten aus. Die Bäume wurden durch Ruß geschwärzt, und die meisten der hellen Motten, die so genannten Typica, wurden selten. Gleichzeitig blühten die dunkel gefärbten oder melanitischen Motten, die Carbonaria, auf. Dieser Wandel fand statt, weil die am besten getarnten Motten besser überlebten. Der Begriff industrieller Melanismus bezieht sich auf die genetische Verdunkelung von Arten als Reaktion auf Schadstoffe.

Seitdem sind helle Pfeffermotten in einer verbesserten Umgebung wieder häufig geworden. Aufgrund der relativ einfachen und leicht verständlichen Umstände der Anpassung ist die Pfeffermotte zu einem gängigen Beispiel geworden, das zur Erklärung oder Demonstration der natürlichen Auslese verwendet wird.