Schocktaktiken sind jene militärischen Taktiken, die darauf abzielen, den Feind mit Angst zu überwältigen und Panik und Verwirrung zu verursachen. Schocktaktiken sind so alt wie die Kriegsführung selbst. Die Mongolen erhielten ihren Ruf, unbesiegbar zu sein, durch die Anwendung von Schocktaktiken. Zahlreiche mittelalterliche Ritter auf ihren Schlachtrössern führten koordinierte Schockangriffe in die Reihen der feindlichen Soldaten durch. Robert E. Lee sah den Vorteil des Schockangriffs darin, nicht so sehr feindliche Soldaten zu töten, sondern "eine Panik zu erzeugen und die [feindliche] Armee praktisch zu vernichten". Der Nachteil eines Schockangriffs ist, dass der Angreifer schwere Verluste erleiden kann. Während des Ersten Weltkriegs zum Beispiel erlitt Deutschland mit dem Einsatz des Schockangriffs große Verluste.