Der SCLC wurde 1957 nach dem erfolgreichen Boykott von Montgomery Bus durch die Bürgerrechtsbewegung gegründet. Am 10. Januar 1957 lud Dr. Martin Luther King, Jr. etwa 60 schwarze Pastoren und Leiter nach Atlanta, Georgia, ein. Ihr damaliges Ziel war es,
die Rassentrennung in den Bussen im Süden der Vereinigten Staaten zu beenden. Sie kamen jedoch überein, dass sie nur
gewaltlose Wege des Protests und des Versuchs, Veränderungen herbeizuführen, beschreiten würden. Ihr Motto lautete: "Einem Weißen darf nicht ein Haar auf dem Kopf gekrümmt werden".
Etwa einen Monat später traf sich die Gruppe erneut in New Orleans, Louisiana. Sie beschlossen, dass es ihr Ziel sein würde, die Rassentrennung überall zu beenden - nicht nur in Bussen. Sie wählten auch Dr. King zu ihrem Präsidenten und wählten den Namen "Southern Christian Leadership Conference".
Das SCLC wählte auch eine Gruppe von Führungspersönlichkeiten aus, die den Vorstand anriefen, der für die endgültigen Entscheidungen und Planungsstrategien zuständig sein sollte. Zunächst schlossen sich einige Kirchen und Bürgerrechtsorganisationen dem SCLC an. Es war jedoch schwierig, die Kirchen dazu zu bewegen, dem SCLC beizutreten. Gruppen wie der Ku-Klux-Klan und der Weiße Bürgerrat griffen Bürgerrechtsaktivisten mit Gewalt und Terrorismus an. In vielen Staaten tat dies auch die Polizei. Einige Kirchen, die dem SCLC beitraten oder sich für die Bürgerrechte einsetzten, wurden bombardiert oder in Brand gesteckt.