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Haselmaus (Siebenschläfer): Merkmale, Verbreitung & Winterschlaf

Haselmaus (Siebenschläfer): Erfahren Sie alles zu Merkmalen, Verbreitung, Lebensraum und beeindruckendem Winterschlaf – Fakten, Schutz und Beobachtungstipps.

Die Haselmaus (Plural: Siebenschläfer) ist ein Nagetier aus der Familie der Gliridae. Siebenschläfer leben hauptsächlich in Europa, obwohl einige auch in Afrika und Asien leben. Sie sind für ihre langen Winterschlafperioden bekannt. Auf den Britischen Inseln lebt normalerweise nur eine Siebenschläferart, so dass dort mit "Siebenschläfer" meist der Haselschläfer gemeint ist, nicht die ganze Familie der Siebenschläfer.

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Begriffsklärung

Wichtig zu unterscheiden: Im Deutschen werden die Vertreter der Familie Gliridae oft insgesamt als "Siebenschläfer" bezeichnet. Die Haselmaus ist eine bestimmte Art dieser Familie (wissenschaftlich Muscardinus avellanarius). Andere Arten aus derselben Familie, etwa der größere Haselschläfer (manchmal auch einfach "Siebenschläfer" genannt), unterscheiden sich in Größe und Lebensweise.

Merkmale

  • Größe: Haselmäuse sind relativ klein und zierlich; die Kopf-Rumpf-Länge beträgt typischerweise nur wenige Zentimeter und die Schwanzlänge ist ähnlich lang, wodurch sie gut balancieren können.
  • Fell und Aussehen: Das Fell ist meist gelblich-braun bis rötlich-golden, mit heller Unterseite. Die Augen sind groß und rund, die Ohren eher klein und behaart. Der Schwanz ist buschig.
  • Angepasstheit: Sie sind ausgezeichnete Kletterer und besitzen gut haftende Pfoten, mit denen sie Äste und Zweige sicher greifen.

Verbreitung & Lebensraum

Haselmäuse kommen in weiten Teilen Europas vor, bevorzugen dabei strukturreiche Landschaften mit Sträuchern, Hecken und laubholzreichen Wäldern. Typische Lebensräume sind:

  • Waldränder und lichte Laubwälder
  • Hecken, Feldgehölze und naturnahe Gärten
  • Gebiete mit dichtem Strauchwerk und verbundenen Habitatinseln – Verbindungsstrukturen sind wichtig, weil Haselmäuse schlecht offen über freie Flächen wandern.

Wie im Eingangstext erwähnt, gibt es auch in Afrika und Asien Vertreter der Familie Gliridae, doch die einzelnen Arten haben teils sehr unterschiedliche Verbreitungsgebiete.

Ernährung und Verhalten

  • Ernährung: Saisonabhängig: Früchte, Beeren, Nüsse (besonders Haselnüsse), Blüten, Pollen und gelegentlich Insekten. Im Herbst fressen sie sich Fettreserven an, um den Winterschlaf zu überstehen.
  • Aktivität: Nachtaktiv (nocturnal). Tagsüber ruhen sie in Nestern aus Moos, Blättern oder in Baumhöhlen.
  • Sozialverhalten: Meist einzelgängerisch bis locker gesellig; die Tiere kommunizieren mit leisen Lauten und durch Geruchssignale.

Fortpflanzung

Die Fortpflanzungszeit liegt in der Regel im späten Frühling und Sommer. Typische Merkmale:

  • Meist 1–2 Würfe pro Jahr.
  • Die Tragzeit beträgt nur wenige Wochen; ein Wurf umfasst häufig 3–7 Jungtiere, die von der Mutter gesäugt und versorgt werden.
  • Die Jungtiere sind anfangs blind und nackt, werden aber schnell mobil und lernen Klettern im Nestbereich.

Winterschlaf

Die lange Ruhperiode ist charakteristisch für viele Siebenschläferarten. Einige Punkte zum Winterschlaf:

  • Dauer: Je nach Art und Standort mehrere Monate (in Mitteleuropa oft von Herbst bis Frühjahr).
  • Physiologie: Während des Winterschlafs senken die Tiere Stoffwechsel, Herzfrequenz und Körpertemperatur stark ab, um Energie zu sparen.
  • Unterschlupf: Sie ziehen sich in gut isolierte Nester, Baumhöhlen oder Erdlöcher zurück. Manche Arten schlafen einzeln, andere finden sich gelegentlich zu kleinen Gruppen zusammen.

Feinde, Gefährdung und Schutz

Natürliche Feinde sind Greifvögel, Marder, Füchse und teilweise auch streunende Katzen. Hauptgefährdungen durch den Menschen sind:

  • Lebensraumverlust durch Rodung, intensive Landwirtschaft und Zerschneidung von Hecken und Waldrändern.
  • Pestizide und Nahrungsknappheit durch verarmte Blühflächen.
  • Fragmentierung von Habitaten, die auf Grund ihrer geringen Bodenmobilität schlecht überbrückt werden kann.

Viele Haselmausarten sind in Europa gesetzlich geschützt und Gegenstand von Naturschutzmaßnahmen wie der Erhaltung von Hecken, der Förderung naturnaher Waldränder und dem Anlegen von Vernetzungskorridoren.

Beziehung zum Menschen

Die Haselmaus gilt oft als Indikator für strukturreiche, naturnahe Landschaften und ist wegen ihres niedlichen Aussehens beliebt. In der Kultur gibt es Verweise auf die Familie der Siebenschläfer: Der Siebenschläfertag (27. Juni) ist ein alter Bauernregel-Tag, an dem früher das Wetter beobachtet wurde. Gelegentlich können größere Arten wie der Haselschläfer in Gebäuden Unruhe stiften, doch generell sind die Tiere harmlos.

Wichtige Schutzhinweise

  • Erhalt und Pflege von Hecken, Feldgehölzen und Waldrändern fördert den Artenschutz.
  • Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und Schaffen von Blühflächen erhöht die Nahrungsgrundlage.
  • Gesetzlicher Schutz sollte beachtet werden: Das Fangen oder Stören geschützter Arten ist in vielen Ländern verboten.

Zusammengefasst sind Haselmäuse kleine, nachtaktive Kletterer mit ausgeprägtem Winterschlafverhalten, die in strukturreichen Landschaften Europas eine wichtige ökologische Rolle spielen und durch Schutzmaßnahmen unterstützt werden sollten.

Merkmale

Haselmäuse sind kleine Nagetiere mit einer Körperlänge zwischen 6 und 19 cm (2,4 und 7,5 in) und einem Gewicht zwischen 15 und 200 g (0,53 und 7,05 oz). Sie sehen gewöhnlich mausartig aus, haben aber statt Schuppenschwänzen pelzige Schwänze. Sie sind gewöhnlich baumbewohnende (in Bäumen lebende) Tiere. Sie bewegen sich schnell und können gut klettern. Die meisten Arten sind nachtaktiv. Haselmäuse haben ein sehr gutes Gehör. Sie machen mit ihrer Stimme Geräusche zueinander mit verschiedenen Geräuschen.

Bilche sind Allesfresser, die sich gewöhnlich von Früchten, Beeren, Blumen, Nüssen und Insekten ernähren. Sie unterscheiden sich von allen anderen Nagetieren, weil sie keinen Zökum haben, der Teil des Darms ist. Andere Tiere verwenden das Zökum, um Pflanzen zu fermentieren. Ihre Zähne sind wie Eichhörnchen, aber sie haben oft keine Prämolaren.

Haselmäuse brüten ein oder zwei Mal pro Jahr und haben nach einer Tragzeit von 21-32 Tagen durchschnittlich vier Junge. Haselmäuse können bis zu fünf Jahre lang leben. Die Jungtiere werden ohne Haare geboren und können nichts für sich selbst tun. Ihre Augen öffnen sich erst etwa achtzehn Tage nach der Geburt. Nach dem Ende des ersten Winterschlafs sind sie in der Regel bereit, sich fortzupflanzen. Haselmäuse leben in kleinen Familiengruppen. Das Gebiet, in dem sie leben, hängt davon ab, zu welcher Art sie gehören und wie viel Nahrung zur Verfügung steht.

Winterschlaf

Eines der Hauptmerkmale von Siebenschläfern, die in gemäßigten Zonen leben, ist der Winterschlaf. Haselmäuse können sechs Monate im Jahr Winterschlaf halten, oder sogar länger, wenn das Wetter kalt genug bleibt. Manchmal wachen sie für kurze Zeit auf, damit sie Nahrung aufnehmen können, die sie zuvor in der Nähe gelagert hatten. Während des Sommers speichern sie Fett in ihrem Körper, um dem Siebenschläfer die Energie zu geben, die er braucht, um den Winterschlaf zu überstehen.

Aus dem Winterschlaf stammt der Name Siebenschläfer. Das anglo-normannische Wort Dormeus bedeutet "schläfrig (einer)"; das Wort wurde später so geändert, dass es dem Wort "Maus" ähnelt. Auch das schläfrige Verhalten der Haselmaus-Figur in Lewis Carrolls Alice's Adventures in Wonderland zeigt diesen Charakterzug.

Beziehung zu Menschen

Der Siebenschläfer galt im alten Rom als eine besondere Speise. Sie wurde als Vorspeise oder als Dessert gegessen. Wenn sie als Dissertation gegessen wurde, wurde sie in Honig und Mohn getaucht. Die Römer hatten einen besonderen Platz zur Aufbewahrung von Siebenschläfern, der als Glirarium bezeichnet wurde. Sie werden in Slowenien immer noch gegessen. Siebenschläferfett wurde von den Elisabethanern verwendet, um Schlaf zu induzieren.

Entwicklung

Der früheste fossile Nachweis von Siebenschläfern wurde in Europa aus dem frühen Eozän gefunden. Sie waren in Afrika im oberen Miozän zu finden. Ihr Auftauchen in Asien ist noch nicht so lange her. Es wurden viele Arten von ausgestorbenen Siebenschläferarten gefunden. Während des Pleistozäns lebten auf den Inseln Malta und Sizilien riesige Siebenschläfer in der Grösse von grossen Ratten (z.B. Leithia melitensis).

Klassifikation

Die Familie besteht aus 34 lebenden Arten, in drei Unterfamilien und 10 Gattungen (obwohl nicht alle Wissenschaftler mit dieser Zahl einverstanden sind):

Familie: Gliridae

  • Unterfamilie Graphiurinae
    • Gattung Graphiurus (Afrikanischer Siebenschläfer)
      • Art Graphiurus angolensis, (Angolanischer Afrikanischer Siebenschläfer)
      • Art Graphiurus christyi (Christys Haselmaus)
      • Species Graphiurus crassicaudatus (Jentink's Siebenschläfer)
      • Art Graphiurus johnstoni (Afrikanischer Siebenschläfer von Johnston)
      • Art Graphiurus kelleni (Kellen's Siebenschläfer)
      • Art Graphiurus lorraineus (Lothringer Haselmaus)
      • Art Graphiurus microtis (Siebenschläfer)
      • Species Graphiurus monardi (Siebenschläfer)
      • Art Graphiurus murinus (Siebenschläfer)
      • Species Graphiurus nagtglasii (Afrikanischer Siebenschläfer (Nagtglas)
      • Species Graphiurus ocularis (Brillenschläfer)
      • Art Graphiurus platyops (Steinschläfer)
      • Art Graphiurus rupicola (Steinschläfer)
      • Art Graphiurus surdus (Siebenschläfer)
  • Unterfamilie Leithiinae
    • Gattung Chaetocauda
      • Art Chaetocauda sichuanensis (Siebenschläfer)
    • Gattung Dryomys
      • Art Dryomys laniger (Wollschläfer)
      • Art Dryomys niethammeri (Niethammer'scher Siebenschläfer)
      • Art Dryomys nitedula (Siebenschläfer)
    • Gattung Eliomys (Gartenschläfer)
      • Art Eliomys melanurus (Asiatischer Gartenschläfer)
      • Art Eliomys munbyanus (Maghrebinischer Gartenschläfer)
      • Art Eliomys quercinus (Gartenschläfer)
    • Gattung Hypnomys† (Balearischer Siebenschläfer - ausgestorben)
      • Spezies Hypnomys morphaeus†
      • Spezies Hypnomys mahonensis†
    • Gattung Muscardinus
    • Gattung Myomimus (Mäuseschläfer)
      • Art Myomimus personatus (Maskierter Mäuseschläfer)
      • Art Myomimus roachi (Rotauge (Siebenschläfer)
      • Art Myomimus setzeri (Setzer-Mäuseschläfer)
    • Gattung Selevinia
      • Art Selevinia betpakdalaensis (Wüstenschläfer)
  • Unterfamilie Glirinae
    • Gattung Glirulus
      • Art Glirulus japonicus (Japanischer Siebenschläfer)
    • Gattung Glis

Fossile Arten

  • Unterfamilie Bransatoglirinae
    • Gattung Oligodyromys
    • Gattung Bransatoglis
      • Art Bransatoglis adroveri Mallorca, frühes Oligozän
      • Art Bransatoglis planus Eurasia, frühes Oligozän

Fragen und Antworten

Q: What is a dormouse?

A: A dormouse is a rodent in the family Gliridae known for their long periods of hibernation.

Q: Where do dormice mainly live?

A: Dormice mainly live in Europe, although some live in Africa and Asia.

Q: What is the hazel dormouse?

A: The hazel dormouse is the only species of dormouse that normally lives in the British Isles.

Q: What is the family name of dormice?

A: The family name of dormice is Gliridae.

Q: What are dormice known for?

A: Dormice are known for their long periods of hibernation.

Q: How many species of dormouse normally lives in the British Isles?

A: Only one species of dormouse normally lives in the British Isles.

Q: What does "dormouse" usually mean in the British Isles?

A: "Dormouse" usually means the hazel dormouse, not the whole family of dormice in the British Isles.

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Autor

AlegsaOnline.com Haselmaus (Siebenschläfer): Merkmale, Verbreitung & Winterschlaf

URL: https://de.alegsaonline.com/art/28570

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Quellen