Lebenszyklus (Biologie)

Unter Lebenszyklus versteht man die Phasen, die ein Lebewesen während seines Lebens durchläuft.

In einigen Fällen verläuft der Prozess langsam, und die Veränderungen erfolgen allmählich. Der Mensch hat im Laufe seines Lebens verschiedene Wachstumsstadien, wie z.B. Zygote, Embryo, Kind und Erwachsener. Der Wandel vom Kind zum Erwachsenen vollzieht sich langsam und kontinuierlich. In vielen Gesellschaften ist er durch Zeremonien in der Pubertät gekennzeichnet.

Bei den meisten Insekten ist der Übergang scharf und gut definiert: Ei > Larve > Puppe > Imago (erwachsen).

Die meisten Insekten durchlaufen in ihrem Lebenszyklus scharf definierte Stadien

Ei

Raupen-Larve

Pupa

Schmetterling: erwachsenes Insekt

Verschiedene Generationen haben unterschiedliche Formen

Bei manchen Tieren sieht die Elterngeneration anders aus als das Kind. Der häufigste Fall ist, dass es zwei verschiedene Formen gibt. Bei der einen Form findet eine geschlechtliche Fortpflanzung statt, bei den anderen ist es möglich, dass sie sich nicht oder ungeschlechtlich fortpflanzen.

Parasiten

Parasiten sind Organismen, die davon profitieren, andere Organismen zu schädigen. Der Organismus, von dem sie profitieren, wird gewöhnlich als Wirt bezeichnet. Viele Parasiten haben komplexe Lebenszyklen, in denen sie für verschiedene Entwicklungsstadien verschiedene Wirte benötigen. Als Beispiel ist der Zyklus Ei > Schneckenwirt > Säugetierwirt für Parasiten pflanzenfressender Säugetiere üblich. Malaria wird durch einzellige Parasiten verursacht. Diese Parasiten durchlaufen in ihrer Entwicklung zwei Stadien. Ein Stadium befindet sich im Blut von Stechmücken, das andere im Blut von Menschen.

Nesseltiere

Beispiele dafür finden sich auch in den Cnidaria. Diese Tiere leben im Meer oder im Süßwasser und die Struktur der meisten ist relativ einfach. Einige leben als Einzeltiere, andere bilden Kolonien. In einer Kolonie leben viele Tiere zusammen. Oft ist jedes Tier in einer Kolonie spezialisiert und braucht die anderen Tiere der Kolonie, um zu überleben.

Vollständiger Zyklus

Ein bekanntes Beispiel, bei dem verschiedene Generationen unterschiedliche Formen haben, ist die Qualle. Sie hat zwei:

  • Die eine heißt Medusa: Sie pflanzt sich sexuell fort und wird von den meisten Menschen mit dem Wort "Qualle" assoziiert.
  • Die andere Form wird Polyp genannt. Er pflanzt sich nicht sexuell fort und ist in der Regel sesshaft. Polypen sind im Allgemeinen am Meeresboden oder einer anderen harten Oberfläche im Wasser befestigt. Korallenriffe sind Kolonien von Polypen.

In einem vollständigen Zyklus entwickeln sich die Nachkommen einer Medusa zu einem Polypen, und die Nachkommen eines Polypen werden zu einer Medusa.

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Polypen

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Eine Medusa

Unvollständiger Zyklus und Abweichungen

Manchmal ist der Zyklus modifiziert oder unvollständig. Anthozoa ist eine Gruppe der Cnidaria, die Seeanemonen und Korallen enthält. Bei den Anthozoen gibt es nur ein Polypenstadium und kein Medusenstadium.

Die Dosenquallen bilden eine weitere kleine Gruppe in den Cnidaria. In der Dosenqualle verwandelt sich der Polyp in die Medusa. In einigen Fällen wandelt sich nur ein Teil des Polypen um, der übrig gebliebene Teil regeneriert sich zu einem neuen Polypen. Man hat auch über die Dosenquallen gesprochen, weil viele von ihnen ein Gift produzieren, das sehr wirksam ist und das für den Menschen gefährlich sein kann.

Bei den gestielten Quallen gibt es nur eine Form, die als festsitzende Medusa interpretiert wurde.

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Einzelner Polyp einer Koralle

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Eine Koralle

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Eine Seeanemone

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Die Seewespe, eine Kastenqualle

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Eine gestielte Qualle.

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