Das National Museum of Natural History ist ein naturhistorisches Museum auf der National Mall in Washington, D.C., Vereinigte Staaten. Es wird von der Smithsonian Institution verwaltet. Der Eintritt ist frei und das Museum hat 364 Tage im Jahr geöffnet. Seit seiner Eröffnung (das heutige Hauptgebäude wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts fertiggestellt) dient es sowohl als öffentliches Ausstellungszentrum als auch als internationales Forschungsinstitut.
Sammlungen und Forschung
Die Sammlungen des Museums umfassen insgesamt über 500 Millionen Exemplare von Pflanzen, Tieren, Fossilien, Mineralien, Gesteinen, Meteoriten und menschlichen Kulturartefakten (hergestellte Objekte). Diese enorme Sammlung ist Grundlage für umfangreiche wissenschaftliche Forschung, Bestandsaufnahmen, Artenbeschreibungen und Naturschutzprojekte weltweit. Das Museum beschäftigt etwa 185 professionelle Naturhistoriker, damit die größte Gruppe von Forschern, die sich global der Erforschung von Natur- und Kulturgeschichte widmen.
Ein großer Teil der Sammlungen ist nicht ständig öffentlich zu sehen: Viele Exemplare werden in speziellen Magazin- und Forschungszentren gelagert, wo konservatorische Maßnahmen, Digitalisierung und wissenschaftliche Auswertungen stattfinden. Die Forschung des Museums umfasst Feldarbeit, Laboruntersuchungen, genetische Analysen und die Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten sowie Zusammenarbeit mit internationalen Partnern.
Ausstellungen und Highlights
Im Hauptgebäude werden sowohl dauerhafte als auch wechselnde Ausstellungen gezeigt. Zu den besonders bekannten und oft besuchten Bereichen gehören:
- Hall of Fossils – große Fossilienausstellung, die die Entwicklung des Lebens über Millionen Jahre veranschaulicht.
- Hall of Gems and Minerals – Präparate zu Mineralogie und Edelsteinen; hier befindet sich u. a. einer der berühmtesten Edelsteine der Welt, der Hope Diamond.
- Hall of Human Origins – Ausstellung zur Evolution des Menschen und zu menschlicher Vielfalt.
- Ocean Hall – Meeresbiologie und die Vielfalt des Lebens in den Ozeanen.
- Insektenzoo (live exhibits) und oft ein Schmetterlings- oder Insektenpavillon, der besonders bei Familien beliebt ist.
Zusätzlich gibt es spezielle Bereiche für Kinder, interaktive Stationen, temporäre Sonderausstellungen zu aktuellen Forschungsthemen sowie Vermittlungsprogramme, Vorträge und Workshops.
Besucherzahlen und Bedeutung
Mit 7,4 Millionen Besuchern im Jahr 2009 war es das meistbesuchte aller Smithsonian-Museen. Das Museum ist ein wichtiger Bildungsort, zieht Forschende, Schülerinnen und Schüler sowie Touristinnen und Touristen aus aller Welt an und trägt maßgeblich zur öffentlichen Vermittlung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse bei.
Praktische Informationen
- Der Eintritt ist frei; für Sonderveranstaltungen oder temporäre Sonderausstellungen können jedoch Gebühren anfallen.
- Das Museum ist sehr gut erreichbar – es liegt zentral an der National Mall und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln zugänglich.
- Barrierefreiheit, Besucherprogramme, Führungen und Bildungsmaterialien werden angeboten; es lohnt sich, vor dem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten, Sonderausstellungen und Sicherheitshinweise auf der offiziellen Website zu prüfen.
Das National Museum of Natural History verbindet öffentlichen Museumssbetrieb mit Spitzenforschung und konservatorischer Arbeit. Es präsentiert die Vielfalt der Natur und Kulturgeschichte und fördert das Verständnis für biologische, geologische und kulturelle Zusammenhänge unserer Welt.

