Oberkreide

Die Oberkreide ist die letzte geologische Epoche in der Kreidezeit. Sie begann vor 100,5 Millionen Jahren und endete vor 66 Millionen Jahren.

Die Kreide wird wegen der unterschiedlichen Gesteine traditionell in Unterkreide (frühe Kreide) und Oberkreide (späte Kreide) unterteilt. Die Felsen spiegeln die Bedingungen wider, unter denen sie entstanden sind. Von der niedrigsten bis zur höchsten Stufe wird sie in das kenomanische, turonische, koniazianische, santonische, kampanische und maastrichtische Zeitalter unterteilt.

Die Oberkreide ist die Kreide. Sie besteht aus unzähligen Millionen von kalkhaltigen (CaCO3) Platten, die als Coccolithen bezeichnet werden. Sie sind so klein, dass sie nur mit einem Lichtmikroskop gesehen werden können; Details erfordern ein Elektronenmikroskop. Die Platten werden von einzelligen planktonischen Algen, den Coccolithophores, gebildet und wurden in den küstennahen Meeren abgelagert.

Das einzige andere Gestein, das in Kreide gefunden wird, ist der Feuerstein, der kieselsäurehaltig ist (Siliciumdioxid, SiO2). Dieser stammt von jenen Algen und Tieren, die Skelette aus Kieselsäure haben.

Die Kreidezeit war die letzte Periode, in der Dinosaurier die dominierenden Landtiere waren. Zu dieser Zeit lebten Triceratops, Tyrannosaurus und Velociraptor. Der riesige Mosasaurus war das vorherrschende Meeresraubtier. In der Kreidezeit wurden die Vögel vielfältiger. Blühende Pflanzen entwickelten sich weiter und wurden zu den dominierenden Pflanzen an Land. Die Oberkreide endete mit dem K/T-Aussterbeereignis.

Kreidefelsen von Mers-les-Bains, bei Flut. Man kann gerade noch schräge dunkle Linien auf der Kreide sehen: diese werden von Linien aus Feuerstein, dem einzigen anderen Bestandteil der Kreide, gebildet.
Kreidefelsen von Mers-les-Bains, bei Flut. Man kann gerade noch schräge dunkle Linien auf der Kreide sehen: diese werden von Linien aus Feuerstein, dem einzigen anderen Bestandteil der Kreide, gebildet.

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