Der Neandertaler, eine Art der Gattung Homo, war ein naher Verwandter unserer eigenen Art. Sein wissenschaftlicher Name ist Homo neanderthalensis oder Homo sapiens neanderthalensis.

Neandertalerfossilien wurden nur in Europa, Kleinasien und bis nach Zentralasien gefunden. Das erste Fossil wurde in einem Kalksteinbruch bei Düsseldorf gefunden: Einer der Arbeiter fand einen Teil eines Skeletts, in einem Tal namens Neandertaler. Die Experten Johann Carl Fuhlrott und Hermann Schaaffhausen sagten, die Knochen gehoerten zu einer aelteren Form des modernen Menschen. Diese Knochen sind heute als Neandertaler 1 bekannt.

Neuere Forschungen legen nahe, dass die Neandertaler vor etwa 40.000 Jahren ausgestorben sind. Frühere Forschungen hatten ein späteres Datum vorgeschlagen; das Problem ist die Datierung der archäologischen Stätten, an denen ihre Überreste gefunden wurden.

Die Neandertaler entwickelten sich vielleicht aus dem Homo heidelbergensis und spalteten sich (letzter gemeinsamer Vorfahre) vor 700.000 bis 300.000 Jahren vom modernen Menschen ab.

Die Neandertaler wurden früher als eine Unterart des modernen Menschen (Homo sapiens neanderthalensis) klassifiziert. Heute werden sie gewöhnlich als eine eigene menschliche Spezies (Homo neanderthalensis) klassifiziert.

Überreste von Neandertalern wurden in den meisten Teilen Europas südlich von eisbedecktem Land, einschließlich der Südküste Großbritanniens, gefunden. Auch außerhalb Europas wurden Funde im Zagros-Gebirge und in der Levante gemacht.