Eine Periode im Periodensystem ist eine beliebige horizontale Reihe von Elementen. Die Elemente in einer bestimmten Periode nehmen nacheinander in der Ordnungszahl zu. Innerhalb einer Periode verändert sich das chemische Verhalten kontinuierlich: links stehen überwiegend Metalle, rechts Nichtmetalle, da mit steigender Ordnungszahl die Valenzelektronenzahl und damit die chemischen Eigenschaften sich systematisch ändern.
Periodenlänge — wie viele Elemente pro Periode?
- 1. Periode: 2 Elemente (Wasserstoff, Helium)
- 2. Periode: 8 Elemente
- 3. Periode: 8 Elemente
- 4. Periode: 18 Elemente
- 5. Periode: 18 Elemente
- 6. Periode: 32 Elemente (einschließlich der Lanthanoide)
- 7. Periode: bis zu 32 Elemente (einschließlich der Actinoide und der derzeit bekannten Transactinoide; die Periode enthält derzeit die Elemente bis zur Ordnungszahl 118)
Warum unterscheiden sich die Längen?
Die Periodenlängen ergeben sich aus der Elektronenkonfiguration und der Reihenfolge, in der Atomorbitale beim Aufbauprinzip (Aufbauprinzip, Pauli-Prinzip, Hundsche Regel) besetzt werden. Vereinfacht lässt sich sagen: eine Periode entspricht dem Auffüllen von Elektronen in einer neuen Hauptschale (Hauptquantenzahl n). Theoretisch würde eine Schale bis zu 2n² Elektronen aufnehmen, in der Praxis bestimmt jedoch die energetische Reihenfolge der Unterschalen (s, p, d, f), wann genau welche Orbitale aufgefüllt werden. Deshalb entstehen die typischen Periodenlängen 2, 8, 8, 18, 18, 32, 32.
Trends innerhalb einer Periode
- Atomradius: nimmt beim Durchlaufen einer Periode von links nach rechts in der Regel ab. Grund ist die steigende Kernladung (mehr Protonen), die die Elektronen stärker anzieht, während die Abschirmung durch die zusätzlich besetzten Elektronen nicht im gleichen Maße zunimmt.
- Ionisierungsenergie: im Allgemeinen steigt sie von links nach rechts an (es wird zunehmend schwieriger, ein Elektron zu entfernen).
- Elektronegativität: nimmt meist zu — Atome ziehen Bindungselektronen stärker an.
- Metallischer Charakter: nimmt von links nach rechts ab; Übergangs- und Nebengruppenelemente sowie Nichtmetalle liegen weiter rechts.
Besonderheiten der 6. und 7. Periode
Die 6. und 7. Periode enthalten zusätzlich das f-Block (Lanthanoide bzw. Actinoide), das üblicherweise unterhalb der Haupttafel dargestellt wird. Dadurch erreichen diese Perioden jeweils bis zu 32 Elemente. Die 7. Periode ist aufgrund radioaktiver und künstlich erzeugter Elemente komplizierter: viele der Transactinoide sind kurzlebig und nur synthetisch hergestellt. Aktuell (Stand: bekannte Elemente bis Ordnungszahl 118) ist die 7. Periode formal aufgefüllt bis zum Edelgas Oganesson (Og), weitere Elemente werden in Forschungsprojekten untersucht.
Zusammenfassung
Eine Periode ist eine horizontale Reihe im Periodensystem, in der die Ordnungszahl von links nach rechts zunimmt. Die Periodenlängen folgen der Elektronenkonfiguration (2, 8, 8, 18, 18, 32, 32), und innerhalb einer Periode ändern sich physikalische und chemische Eigenschaften systematisch (z. B. Atomradius, Ionisierungsenergie, Elektronegativität). Die 6. und 7. Periode umfassen zusätzlich das f‑Block, das oft separat unterhalb der Haupttafel dargestellt wird.