Das Gehirn der Wirbeltiere ist der wichtigste Teil des Zentralnervensystems. Bei Wirbeltieren (und den meisten anderen Tieren) befindet sich das Gehirn vorne, im Kopf. Es wird durch den Schädel geschützt und befindet sich in der Nähe der Hauptsinne Sehen, Hören, Gleichgewicht, Geschmack und Geruch. Wenn sich ein Tier vorwärts bewegt, sammeln seine Sinne Daten über die Umgebung, und diese Daten gehen direkt an das Gehirn.

Gehirne sind extrem komplex. Das Gehirn steuert die anderen Organe des Körpers, entweder durch die Aktivierung von Muskeln oder durch die Ausschüttung von Chemikalien wie Hormonen und Neurotransmittern. Die Muskeltätigkeit ermöglicht schnelle und koordinierte Reaktionen auf Veränderungen in der Umwelt; Hormone und das autonome Nervensystem bewirken langsamere Veränderungen im Körper. Sie ist auch ein Teil des menschlichen und tierischen Körpers. Das Gehirn eines erwachsenen Menschen wiegt etwa 1300-1400 Gramm.

Bei Wirbeltieren kann das Rückenmark von sich aus sowohl Reflexreaktionen als auch einfache Bewegungen wie Schwimmen oder Gehen hervorrufen. Für eine ausgeklügelte Verhaltenssteuerung ist jedoch ein zentralisiertes Gehirn erforderlich.

Die Struktur aller Wirbeltiergehirne ist im Grunde genommen gleich. Gleichzeitig hat sich das Gehirn der Wirbeltiere im Laufe der Evolution verändert und ist leistungsfähiger geworden. Bei den so genannten "niederen" Tieren wird die Gehirnstruktur größtenteils oder vollständig vererbt, weshalb ihr Verhalten meist instinktiv ist. Bei Säugetieren und besonders beim Menschen wird das Gehirn im Laufe des Lebens durch Lernen weiterentwickelt. Dies hat den Vorteil, dass es ihnen hilft, sich besser in ihre Umwelt einzufügen. Die Lernfähigkeit zeigt sich am besten in der Großhirnrinde.